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Babyschwimmen - Ist dies für mein Kind und mich das Richtige?

Babyschwimmen - Ist dies für mein Kind und mich das Richtige?
von Julia 26. April 2016

Warum Babyschwimmen?

Nach der Geburt gibt es bereits für Babys die verschiedensten Kursangebote. Dazu zählt das Babyschwimmen, welches den frisch gebackenen Eltern des Öfteren bereits von der Hebamme empfohlen und angeboten wird. Als ich damals selbst überlegte, ob bestimmte Kurse meinem nur wenige Monate alten Baby und auch mir gut tun würden, hatte ich mich zu den Vor- und Nachteilen des Säuglingsschwimmens informiert.


Was bedeutet eigentlich Säuglingsschwimmen?

Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass in den Kursen die Babys nicht tatsächlich das „Schwimmen“ lernen, sondern es vielmehr um eine spielerische Eltern-Kind-Gymnastik geht. Dabei können die Kleinsten ihre Motorik einfacher als im Trockenen trainieren und zugleich den direkten Körperkontakt mit ihren Eltern genießen.


Das Babyschwimmen stellt keinen neuen Trend dar, denn in den verschiedensten Ländern haben insbesondere die Mütter ihre Kinder schon frühzeitig an das Wasser gewöhnt und die körperliche Reinigung mit dem spielerischen Planschen verbunden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien untersuchten das Thema u.a. mit dem Ergebnis, dass in den knapp ersten beiden Lebensjahren die späteren motorischen Bewegungsfertigkeiten dadurch nachhaltig gefördert werden können und sich die Erfahrung im Wasser positiv auf die gesamte kindliche Entwicklung auswirkt. Angeboten werden Säuglingsschwimmkurse beispielsweise von öffentlichen Schwimmbädern, Hebammen, Volkshochschulen (VHS), Schwimmvereinen bzw. -schulen.


Was kann man in einem Babyschwimmkurs machen?

Nun war ich überzeugt, so dass ich mit meinem ältesten Sohn damals im Alter von ca. 6 Monaten den ersten Schwimmkurs besuchte. Dieser hat uns beiden so gut gefallen, dass wir direkt im Anschluss an der Fortsetzung teilgenommen haben. Zu Beginn waren die meisten Babys noch zurückhaltender und suchten insbesondere den Hautkontakt zu ihren Eltern im angenehm warmen Wasser. Doch mit der Zeit wurden die meisten immer aktiver und genossen die Bewegungsfreiheit im Wasser, welche in jenem Alter auf dem Trockenen noch nicht möglich war. Es wurde viel gestrampelt und geplanscht, natürlich ab und zu auch geweint.


Umso freier sich die Säuglinge bewegten, desto mehr unterschiedliche Hilfsmittel kamen zum Einsatz. Dazu zählten natürlich die Schwimmflügel , welche je nach Gewicht ausgewählt werden. Bei den Babys kommt zuerst die kleinste Größe bis zu einem Körpergewicht von 15 kg zum Einsatz, welche anschließend von der nächsten Größe i.d.R. bis 30 kg abgelöst wird. Besonderen Spaß hatten die Kleinkinder mit der Schwimmnudel, mit welcher sie unter den Achseln einhängt in einer Art Schlaufe von den Eltern langsam durch das Wasser gezogen wurden. Übrigens: wenn die Kinder etwas älter sind, ist es mit den Verbindungselementen ganz einfach möglich die einzelnen Funnoodles zu Ringen oder anderen Formen kreativ umzufunktionieren. Als besonderes Erlebnis konnten die Babys auf den Wassermatten oder Flößen die natürliche Wasserbewegung individuell erfahren.


Gegen Ende des ersten Kurses ließen sich die meisten Kinder bereits von einer fast sitzenden Position am Beckenrand direkt in Arme der Eltern ins Wasser gleiten und manche trauten sich sogar ein kurzes Untertauchen zu – selbstverständlich nur zusammen mit der Mutter oder dem Vater. Diese besonderen Eindrücke wurden in einigen Fällen mit Unterwasserkameras festgehalten.


Mit Wasserbällen hatten v.a. ältere Kleinkinderim zweiten Kurs ihren Spaß und konnten mit Schwimmhilfen bereits kurze Strecken im Wasser ganz alleine zurücklegen. Jede Kursstunde endete spielerisch mit einem gemeinsamen Lied und denselben Wasserbewegungen im Kreis, welche meinem Kind immer eine große Freude bereiteten.


Nach dem Babyschwimmen

Sobald Eltern und Kind wieder aus dem Wasser sind, ist eine gründliche Reinigung unter der Dusche wichtig, sowie sehr viel Wärme in einem kuscheligen Badetuch. Warm eingepackt möchte das Baby daraufhin meist etwas Essen bzw. Trinken und natürlich viel Ruhe. Als Mutter genoss auch ich die anschließende Entspannungseinheit sehr!


Tipps und Empfehlungen

Die folgenden Tipps bzw. Empfehlungen, u.a. von den Kinderärzten Kassel (Quelle: http://www.kinderaerzte-kassel.de/tipps/babyschwimmen/), haben mir geholfen:

  • Teilnehmen sollten nur Eltern und Kinder, die Spaß am Wasseraufenthalt haben und selbstverständlich gesund sind.
  • Die Wassertemperatur sollte mindestens 30°C, besser 32-33°C, betragen.
  • Der Aufenthalt im Wasser sollte sich auf maximal 30 Minuten beschränken. Der Zeitpunkt liegt idealerweise zwischen den Mahlzeiten.
  • Zu bevorzugen sind Schwimmbäder mit geringem Chlorgehalt (Chor ist jedoch notwendig als Schutz gegen Pilzerkrankungen und Infektionen) sowie niedrigen Beckenrändern.
  • Eltern und Kindern sollen vor und nach jeder Kursstunde ausgiebig duschen.
  • Schwimmwindeln für die Kinder sind aus hygienischen Gründen ein Muss.
  • Das Thema „Untertauchen der Kinder“ ist umstritten. Es wird nicht empfohlen, wenn unsicher ist, dass der Atemanhalte-Reflex im Säuglingsalter noch vorhanden ist.
  • Das Baby sollte das Köpfchen hochhalten können und möglichst kein Wasser schlucken.
  • Die Rotavirus-Impfung sollte vor Kursbeginn abgeschlossen sein.
  • Bei Kindern aus Risikofamilien für Allergien und Asthma sowie bei Hauterkrankungen sollte zusätzlich Rat des Kinder- und Jugendarztes eingeholt werden.


Persönliches Resümee

Unserem Sohn und mir hat das Babyschwimmen sehr gut gefallen. Nach anfänglichen Unsicherheiten genoss er die freie Bewegung im Wasser und den Hautkontakt sehr. Er freute sich über die Gesellschaft der anderen Kinder und die immer vertrauteren Bewegungen und Abläufe. Insbesondere das Gleiten auf der Schwimmmatte und das „Hängen“ in der zu einer Schlaufe gebogenen Schwimmnoodle machten ihm riesigen Spaß. Als er sich am Ende des Kurses selbst ins Wasser gleiten lassen oder alleine im Wasser fortbewegen konnte, war er unglaublich stolz! Dasselbe berichten übrigens die meisten Kollegen mit Kindern, die größtenteils ebenfalls an Babyschwimmkurse teilnahmen. In unserem Fall ist der ältere Sohn– wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen - mittlerweile eindeutig die größere „Wasserratte“ als der jüngere Bruder, mit dem ich keinen Babyschwimmkurs besucht habe.