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Flossing for Mobility – Wickeln für mehr Beweglichkeit

Flossing for Mobility – Wickeln für mehr Beweglichkeit
von Nina 8. Februar 2016

Flossing ist der neue Trend der Fitness und Therapieszene. Im Spitzensport Längst kein Novum mehr, erobert das Gummiband nun auch die Fitnessszene. Wie schon Kinesiotaping und Faszientraining, ist auch das Flossing eine medizinisch-therapeutischeAnwendung, die den Sprung in den Freizeit- und Fitnesssport wagt. Jetzt wird nicht mehr geklebt und gerollt – ab sofort wird auch gewickelt! Wie Du das Floss-Band anwendest, zeigen wir Dir.


Diagnose Tennisarm


Ein weit verbreitetes Leiden vieler Sportler ist der sogenannte Tennisarm, eine Überlastung der Handgelenksstreckmuskulatur. Nicht nur Tennisspieler, Volleyballer, Tischtennisspieler und auch Kanufahrer können hin und wieder unter dem spezifischen Überlastungssyndrom leiden, auch als Nicht-Sportler kannst Du einen Tennisarm entwickeln. Langes Arbeiten am PC, viel Schreib- und Tipparbeit, sowie eine ungünstige Sitzposition führen häufig zu Schmerzen und Verspannungen im Bereich der Ellbogenaußenseite.
Bei einem ausgeprägten Überlastungssyndrom verspürst Du neben Druck- und Belastungsschmerzen in diesem Areal auch ein Ziehen bis in den Ober- oder Unterarm. Die Schmerzen entstehen dabei, durch mikroskopisch kleine Risse in den Sehnen, welche die Muskeln mit dem Knochen verbinden. Durch die Reizung kommt es in Folge auch zu einer Entzündung im Gewebe.



Anwendungsbeispiel

Flossing bei TennisarmFlossing beruht auf dem Prinzip der Kompression. Beim Flossen umwickelst Du z.B. das Ellbogengelenk mit dem Flossband (bzw. knapp ober- oder unterhalb der schmerzenden Region.) Wickle das Flossband straff und achte darauf, dass Du stets zum Herzen hin arbeitest. Achtung: Wenn Du während des Flossings ein Taubheits- oder Kribbelgefühl verspüren solltest, oder die betreffende Extremität leichenblass wird, muss der Wickel sofort abgenommen werden!

Wenn Du das Flossband sauber angelegt hast, bewegst Du im zweiten Schritt Deinen Ellbogen in all seinen Bewegungsrichtungen durch. Achte darauf, dass Du die Bewegungen langsam und gezielt ausführst.

Wenn Du anschließend das Flossband vom Arm löst, wird dieser Bereich verstärkt durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Darüber hinaus wird der Abtransport von Gewebsflüssigkeit bei Schwellungen gefördert.



Tipps zur richtigen Wickeltechnik


Bei der Wicklung ist es wichtig, dass du immer zum Herzen hin flosst. Die Gewebsflüssigkeiten und das Blut müssen zurückfließen und dürfen sich nicht in einem Körperabschnitt stauen. Hast du den unteren „Anker“, so nennen wir die erste feste Wicklung, gesetzt, wickelst du weiter nach oben. Hierbei beachte, dass die Überlappung der Bänder, nicht kleiner als 50 % sein darf. Nur so bekommst du eine Kompression und das Band rutscht später bei den Übungen nicht ab.

Wir erhalten oft die Frage, wie lange sollte man die Flossband Applikation pro Anwendung gewickelt lassen. Einen wissenschaftlichen Richtwert gibt es noch nicht. Nach unserer Erfahrung raten wir die Applikation nicht länger als 2-3 Minuten. In dieser Zeit wird dem Gewebe Flüssigkeit und Blut entzogen, eine zu lange Anwendung kann dem Gewebe schaden.

Das Flossband arbeitet mit Kompression, ähnlich wie eine Bandage, doch ist beim Flossing die Kompression um ein vielfaches höher bzw. intensiver. Daher dient das Flossband nicht als Ersatz für eine Bandage oder ähnliches und sollte auch nicht dauerhaft angewendet werden.



Unterschiedliche Flossing Stärken


Zur Erklärung wann welches Band und welche Stärke eingesetzt wird, liefert uns die Praxis folgende Rückmeldung. Die leichten Bänder mit der Farbe Grün und Blau, verwendest Du bei kleinen Muskeln und Gelenken wie zum Beispiel dem Unterarm. Auch für sehr schmerzempfindliche Patienten empfehlen wir dir die beiden dünneren Flossbänder. Im Umkehrschluss arbeitest du bei großen Muskeln und Gelenken mit den stärkeren Bändern. Im Kraftsport und allgemein bei Sportlern, wird oft das graue Flossingband benutzt.

Die Voodoo-Bänder, wie die Gummibänder zum Wickeln auch genannt werden, gibt es übrigens in 4 verschiedenen Stärken: von leicht bis extra strak findet jeder das passende Flossband für’s Flossing.



Flossband - leicht Flossband - Mittel Flossband - Stark Flossband - Extra Stark
Leicht Mittel Stark Extra Stark