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Paralympische Spiele 2016 – Ein Rückblick auf die Spiele

Paralympische Spiele 2016 – Ein Rückblick auf die Spiele
von Mareike 22. September 2016

Schon mal etwas von Goalball, Rollstuhl Rugby oder Sitzvolleyball gehört? Was bedeutet Klassifizierung? Und wie erfolgreich war eigentlich unser deutsches Team?


Hier bekommt Ihr einen Rückblick auf die Paralympischen Spiele 2016. Vor wenigen Tagen gingen die 15. Paralympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro zu Ende. In 23 Sportarten haben Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung ihre Wettkämpfe ausgetragen. Wir schauen auf das zweitgrößte Sportereignis der Welt zurück.



Sportarten

Triathlon, Schwimmen und Leichtathletik kennt jeder, doch wie sieht es mit Goalball, Sitzvolleyball und Rollstuhl Rugby aus?


Goalball

Goalball ist ein Wurfspiel für Sehbehinderte. Gespielt wird auf einem 9 x 18 m großen Spielfeld,an dessen Ende sich über die gesamte Spielfeldbreite jeweils ein Tor befindet. Ziel des Spiels ist es, mit einem 1,250 kg schweren Klingelball mehr Tore als die gegnerische Mannschaft zu werfen. Wichtige Spielregel: Der Ball darf nur gerollt werden, da er ansonsten nicht zu hören wäre. Eine Mannschaft besteht aus 3 Feldspielern und 3 Auswechselspielern. Da die Goal Ballspieler unterschiedliche Sehbehinderungen besitzen, tragen alle Spieler lichtundurchlässige Brillen.


Sitzvolleyball

Sitz Volleyball wird seit 1980 bei den paralympischen Spielen gespielt. Im Vergleich zum Volleyball der Olympischen Spiele beinhalten die Regeln des Sitzvolleyballs einige Abweichungen, darunter:

  • Das Spielfeld ist verkleinert (10 x 6 m) und das Volleyballnetz hängt tiefer (1,15 m bei den Männern bzw. 1,05 m bei den Frauen)
  • Eine Mannschaft besteht aus 6 Feldspielern und 6 Auswechselspielern
  • Der Rumpf des Spielers muss bei Ballberührung Bodenkontakt haben
  • 3 Ballkontakte sind erlaubt bevor der Volleyball über das Netz gespielt werden muss, der Block wird hierbei nicht mitgezählt

Rollstuhl Rugby

Rollstuhl Rugby wird in gemischten Teams aus jeweils 4 Personen auf einem Basketballfeld gespielt. Das Spiel ähnelt einer Kombination aus Eishockey, Handball, Basketball und Football. Ziel des Spiels ist es, den Ball über die Torlinie des Gegners zu fahren. Während der Spielzeit von 4 x 8 Minuten darf der Ball gepasst, gedribbelt und auf dem Schoß transportiert werden. Rollstuhl Rugby gilt als der härteste Sport bei den Paralympischen Spielen – die Rollstühle krachen ständig mit voller Wucht aufeinander. Nicht verwunderlich, dass die Sportart zunächst den Namen „Murderball“ trug.



Klassifizierung

Um eine maximale Chancengleichheit zu erreichen, werden die Sportler bei den Paralympischen Spielen in unterschiedliche Klassen nach der Art bzw. dem Grad der Behinderung für die Ausübung der Sportart eingeteilt. Ein Beispiel aus dem Mannschaftssport Rollstuhl Rugby: Die Teilnehmer müssen an mindesten 3 Gliedmaßen eingeschränkt sein, beispielsweise durch eine Querschnittslähmung. Jeder Spieler wird auf einer Punkteskala nach der Schwere der Behinderung klassifiziert; die Gesamtpunktzahl darf 8 Punkte nicht überschreiten. Trotz ständiger Anpassungen ist die Klassifizierung stets ein umstrittenes Thema.


Deutsche Athleten

Die deutschen Athleten erreichten mit 18 Goldmedaillen, 25 Silbermedaillen und 14 Bronzemedaillen den 6. Platz im Medaillenspiegel. Die erste Goldmedaille für das deutsche Team holte der Leichtathlet Niko Kappel (Disziplinen: Speerwurf, Kugelstoßen, Diskus) im Kugelstoßen. Er stieß die Kugel im fünften Versuch auf 13,57 Meter und sorgte damit für großen Jubel bei den deutschen Leichtathleten und deren Fans.


Fazit

Aus Sicht der deutschen Athleten wurde ein positives Fazit gezogen. Mit dem 6. Rang in der Nationenwertung zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Neben einigen, seit vielen Jahren erfolgreichen Sportlern, präsentierte sich zudem der Nachwuchs vielversprechend. Wir können also gespannt auf Tokio 2020 sein. Wer die Zeit bis zu den nächsten Paralympischen Spielen nutzen und mal etwas Neues ausprobieren möchte: Wie wäre es mit einer Partie Goalball oder Sitzvolleyball?

Posted in: News