Der Hochsprung gehört gemeinsam mit dem Stabhochsprung zu den vertikalen Sprüngen der Leichtathletik. Beim Hochsprung muss der Springer eine möglichst hoch liegende Latte überqueren, ohne diese herunterzuwerfen („reißen“). Dies darf nur mithilfe der körpereigenen Sprungkraft erfolgen. Die Latte ist so gelagert, dass sie bei einer leichten Berührung herunterfällt. Im Wettkampf wird die Höhe der Latte in vorher definierten Intervallen so lange gesteigert, bis kein Springer mehr die letzte aufgelegte Höhe überspringen kann. Die Anfangshöhe und die Steigerungen (mindestens zwei Zentimeter) beim Hochsprung werden vor dem Wettkampf bekanntgegeben und jeder Athlet muss seine Einstiegshöhe nennen. Um die Latte zu überqueren existieren unterschiedliche Techniken, die einzige Bedingung ist, dass mit einem Bein abgesprungen werden muss. Welche Sprungtechniken es im Hochsprung gibt und wie sie funktionieren stellen wir dir hier vor.

Der Fosbury Flop

Fosbury Flop

Der Fosbury Flop ist die bekannteste Sprungtechnik. Der Flop wurde nach Dick Fosbury benannt, der als erster die Technik verwendete und damit 1968 olympisches Gold gewann. Für den Flop nimmt man erst gerade, dann in einer leichten Kurve (Impulskurve) Anlauf, dreht sich aber beim Absprung so, dass man mit dem Rücken zuerst über die Latte springt, und zieht die Beine dann nach. Nach dem Sprung landet der Springer mit dem Rücken auf der Matte und rollt sich ab. Heute ist der Flop die Standardtechnik unter den Hochspringern, da sich mit ihr die größten Höhen erzielen lassen.

Der Straddle

Straddle Sprungtechnik im Hochsprung
Quelle: Wikipedia

Der Straddle wird auch der Wälzer genannt und war die vorherrschende Technik, bis der Fosbury Flop aufkam. Für diese Technik macht der Springer eine schräge Rolle vorwärts, sodass der Oberkörper hinter der Latte abtaucht. Die Beine werden gleichzeitig mit gebeugten Knien zu einer froschähnlichen Hocke gespreizt und überqueren nacheinander die Latte. Dabei zeigt der Bauch zur Latte. Gelandet wird mit Abrollen über die Schulter. Das Absprungbein ist, anders als beim Flop, nicht das mattenferne Bein, sondern das mattennahe Bein.

Der Rollstil

Der Rollstil (Western Roll) ist der Vorläufer und somit eine einfachere Variante des Straddle. Auch hier springt der Sportler mit dem mattennahen Bein ab. Allerdings bringt er seinen Körper zunächst in Rücklage. Nach dem Absprung bringt man das Sprungbein parallel zur Latte und zieht das Schwungbein unter dem Sprungbein durch. Dabei liegt der Körper fast parallel zum Boden in der Luft, sodass der Körper quasi über die Latte „rollt“: erst Arm, dann Körper und Beine, dann Kopf und zum Schluss der andere Arm. Auch hier zeigt der Bauch zur Latte.

Rollstil (Western Roll)
Quelle: Wikipedia

Der Schersprung

Schersprung Sprungtechnik im Hochsprung
Quelle: Wikipedia

Der Schersprung ist die Grundtechnik des Hochsprungs und war mit der Frontalhocke (gerade auf die Latte zu laufen und im Hocksprung überspringen) eine der ersten großen Sprungtechniken im Hochsprung. Heute wird sie meist als Vorübung oder zum Aufwärmen genutzt. Für den Schersprung springt der Sportler mit aufrechtem Oberkörper über die Latte. Der Absprung erfolgt mit dem mattenfernen Bein, das mattennahe Bein wird gestreckt nach oben geschleudert und über die Latte geführt. Das zweite Bein wird dann (ebenfalls gestreckt) nachgezogen.

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