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    MagazinTherapie & GesundheitWärme-Kältetherapie: Das musst Du wissen

    Wärme-Kältetherapie: Das musst Du wissen

    Kübler Sport Redaktion -

    Lesedauer: 3 Minuten

    Jeder von uns hat sich bestimmt schon einmal das Schienbein an einem Tisch angeschlagen oder ist beim Laufen umgeknickt. Bei solchen Verletzungen heißt es oftmals, dass die betroffene Stelle gut gekühlt werden muss. Verspannungen sollst Du dagegen mit Wärme bekämpfen. Doch wann ist es sinnvoll zu Wärme oder Kälte zu greifen? Wir haben uns die Thermotherapie genauer angeschaut und erklären Dir, wann Kälte oder Wärme angewendet werden sollten.

    Kältetherapie

    Bei der Anwendung von Kälte in Form von beispielsweise Eispackungen oder tiefgekühlter Luft verengen sich die Gefäße, die Durchblutung wird vermindert und der Stoffwechselprozess verlangsamt. Bei kurzer Verwendung bewirkt Kälte eine erhöhte Muskelspannung. Dagegen führt eine längere Anwendung zu einer Lockerung von Verkrampfungen und zu einer Reduktion von Schmerzen, da die Leitungsgeschwindigkeit von Nerven herabgesetzt und die Aktivität von Schmerzrezeptoren gedämpft wird. Aus diesem Grund wird Eis auch gerne nach Operationen verwendet, um Schwellungen oder Entzündungen entgegenzuwirken. Du solltest jedoch immer darauf achten, dass Du das Eis nie direkt und nicht zu lange auf die Haut legst. Denn dadurch kann es zu Mangeldurchblutung und Absterben von Geweben kommen. Kältetherapie gibt es u.a. in den folgenden Formen:

    • Eiswickel & Eiskompressen
    • Eisbeutel
    • Direkte Abreibung (Eismassage)
    • Kältesprays, Kaltgas, Kaltluft
    • Eisteilbäder in Fuß- und Armbadewannen
    • Kneipp Therapie

    Wann sollte ich Kälte verwenden?

    Wann ist Wärme-Kältetherapie gut?

    Kältetherapie wird oftmals im Alltag oder im Therapiebereich eingesetzt. Im Folgenden haben wir Dir zusammengestellt, wann Kältetherapie hilfreich ist:

    • Zur Vermeidung von Schwellungen kurz nach Verletzungen (Verstauchung, Prellung) und Operationen
    • Bei akuten Rheumaschüben
    • Bei Bindegewebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen
    • Zur Fiebersenkung
    • Bei Lähmungen

    Wärmetherapie

    Kälte- und Wärmetherapie
    Quelle: pixabay

    Im Gegensatz zu Kälte stellt Wärme die Gefäße breit, sodass das Blut besser hindurch fließen kann. In Folge wird die Durchblutung gefördert, Stoffwechselabbauprodukte werden schneller abtransportiert, Muskeln entspannen sich und Botenstoffe des Immunsystems werden vermehrt in den Umlauf gebracht. Dabei kommt es zu einer Entlastung der Nervenbahnen, was zu einer Reduktion von Schmerzen führt. Oftmals ist Wärme besonders bei chronischen Gelenkserkrankungen in Form von Fango und Moorpackungen sehr hilfreich. Wärmetherapie gibt es u.a. in den folgenden Formen:

    • Heißluft & heiße Rolle
    • Ultraschall (Mithilfe von Ultraschall in Kombination mit Wärme können weitere Gewebsverklebungen gelöst werden)
    • Infrarot
    • Warmpackungen mit Peloiden (Fango oder Moor)
    • Paraffinbad für die Hände
    • Voll- und Teilbäder

    Wann sollte ich Wärme anwenden?

    Die Wärmetherapie wird ebenso oft wie die Kältetherapie in der Physiotherapie, Rehabilitation und im Alltag eingesetzt. Im Folgenden haben wir Dir die Anwendungsgebiete der Wärmetherapie zusammengefasst:

    • Schmerzen im Bereich der Bewegungsorgane (z.B. bei Arthrose oder Morbus Bechterew)
    • Zur Entspannung z.B. bei Muskelverspannungen

    Kombination von Wärme- und Kältetherapie

    Sauna als Kombination von Wärme- Kältetherapie
    Quelle: pixabay

    In der Physiotherapie, Rehabilitation, Ergotherapie, im Training von Sportlern, aber auch im Alltag (z.B. Saunabesuch) wird oftmals ein Wechsel von Wärme- und Kältetherapie genutzt. Denn der Wechsel von Wärme und Kälte ist ein gutes Training für das Gefäßsystem. Wärme bzw. Hitze erweitert zuerst die Adern und kaltes Wasser oder kalte Luft lässt diese dann blitzschnell wieder eng werden. Diese Reaktion ist nicht nur bei einem Saunagang sinnvoll, sondern auch im Alltag ein gutes Training. So kann sich der Körper effektiver vor Wärmeverlusten in kalter Umgebung schützen und gleichzeitig lernt der Körper eine Überwärmung zu verhindern.

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