Einfach mal kickern – Tischfußball, auch Tischkicker genannt, ist bei Jung und Alt beliebt. Dabei handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel, welches dem Fußball nachempfunden ist. Mittlerweile gibt es auch einen Deutschen Tischfußballbund, welcher regelmäßig Turniere, Meisterschaften und einen Ligabetrieb organisiert. Ein Kickertisch darf kaum mehr fehlen und gehört inzwischen beinahe zur Grundausstattung, ob im Vereinsheim, im Büro oder in der Schule. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kickertischen? In diesem Beitrag stellen wir Dir alle wichtigen Fakten vor! 

Tischkicker

Worin unterscheiden sich Kickertische?

Die meisten Kickertische sind mit je vier Spielreihen an den beiden Längsseiten der Spielfläche ausgestattet. An diesen sind jeweils insgesamt elf Spielfiguren angebracht. Zusätzlich zu diesem Grundaufbau der Kickertische sind die folgenden Aspekte entscheidend:

  • Indoor oder Outdoor: Ein grundlegender Unterschied zwischen Kickertischen ist die Auslegung für den Indoor- oder Outdoorbereich. Die Tische für den Outdoorbereich haben eine robuste und langlebige Konstruktion und sind oftmals mit einer speziellen Beschichtung versehen, wodurch sie wetterfest sind und nicht verwittern können. Im Vergleich dazu sind die Indoor-Kickertische meistens leichter als Outdoor-Kickertische.
  • Art der Stangen: Bei den Stangen der Kickertische wird in Vollstangen, Hohlstangen und Teleskopstangen unterschieden. Vollstangen sind sehr viel schwerer als Hohlstangen, weshalb Du die Mühelosigkeit wie bei einem Spiel mit Hohlstangen nicht erreichen wirst. Dafür ist die Hohlstange mit gleichem Durchmesser und gleichem Stahlwerkstoff wesentlich instabiler als die Vollstange. Die klassische Bestückung eines Kickertisches bestand bis 2006 aus Vollstangen. International ist jedoch seit Jahren ein Trend hin zu Hohlstangen erkennbar und seit 2007 sind Hohlstangen als neuer Standard vom ITSF eingeführt worden. Die Teleskopstangen werden hauptsächlich bei Kickertischen für Kinder und Jugendliche verwendet. Dabei handelt es sich um eine dickere Hohlstange sowie eine dünnere Vollstange. Die Vollstange steckt in der Hohlstange und wird somit von ihr geführt. Teleskopstangen sind mit einer geringeren Verletzungsgefahr verbunden, da sie sich ineinanderschieben.
  • Spielfiguren: Die meisten Kickerfiguren bestehen aus Kunststoff, da das Material langlebig ist. Bei älteren Kickertisch-Modellen sind auch Figuren aus Holz zu finden. Holzfiguren nutzen sich jedoch schneller ab und sind in der Regel auch teurer in der Herstellung. In seltenen Fällen werden Kickerfiguren aus Metall eingesetzt.
  • Maße: Die Standardgröße der Spielfläche eines Kickertisches beträgt 120×70 cm. Dabei umfasst die optimale Höhe zwischen 80 und 92 cm für erwachsene Spieler.
  • Spielfeld: Die meisten Spielfelder bestehen aus Holz und sind auf der Oberseite mit einem Spielfeld bedruckt. Es gibt aber auch Felder aus Glas oder Kunststoff. Das Spielfeld eines Kickertisches sollte hochgezogene Spielfeldecken besitzen, so kann der Ball nicht unerreichbar in den Spielfeldecken liegenbleiben.
  • Kugel- oder Gleitlager: Kickertische sind entweder mit Kugel- oder mit Gleitlagern ausgestattet. Kugellager sind leichtgängig und die Kickerstange kann hierbei eng anliegen, wodurch die Stange selbst kaum Spiel hat. Das wirkt sich positiv auf das Spielverhalten aus. Bei Gleitstangen gleitet die Kickerstange durch das Lager und es hat etwas mehr Spiel dazwischen.

Arten von Tischkickern

Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Tischkickern, wodurch jeder begeisterte Kickerspieler den passenden Tisch finden wird. Grundsätzlich kann in die folgenden Arten von Tischkickern unterschieden werden:

  • Kickertische mit Münzeinwurf: Diese Modelle sind für den öffentlichen Raum gedacht und meist in Restaurants, Bars oder Freizeiteinrichtungen aufzufinden. Die Münzung am Tischkicker stellt eine gute Möglichkeit zur Refinanzierung des Tisches dar.
  • Indoortische: Der klassische Tischkicker für den Einsatz innerhalb von Räumen. Hier lässt sich noch zwischen Freizeit- und Profi-Tischkickern unterscheiden, was sich insbesondere in der Qualität und der damit verbundenen Belastbarkeit zeigt.
  • Outdoortische: Diese Tischkicker sind für die besonderen Bedingungen im Outdoorbereich ausgelegt. Häufig werden sie mit Plexiglasplatten abgedeckt, um eine Verschmutzung des Spielfelds zu vermeiden.
  • Mini-Tischkicker: Diese Modelle finden auf jedem Tisch Platz und kommen i. d. R. ohne Beine aus. Dadurch sind sie besonders in Schulen, Freizeiteinrichtungen sowie in der Freizeit für den “schnellen” Einsatz beliebt.
  • Klappbare Kickertische: Bei klappbaren Kickertischen lassen sich die Beine einklappen. Somit können die Tische einfach verstaut und mobil eingesetzt werden.
  • Sondermodelle: Natürlich gibt es auch Abwandlungen und besondere Modelle der Tischkicker. Dazu gehören XXL Tische für 6 oder 8 statt 4 Spieler oder Wechseltische mit zusätzlichem Airhockey.

Den passenden Tischkicker finden

Tischkicker finden

Es gibt drei grundlegende Aspekte bzw. Kriterien, die einen guten Tischkickertisch ausmachen:

  1. Die richtige Tischhöhe: Die Wahl der passenden Tischhöhe ist besonders wichtig. Die Spieler sollten nicht krumm oder gebeugt spielen. Eine grobe Orientierung bietet hierbei eine Mindesthöhe von ca. 91 cm für eine Person von über 1,70m. Die Höhe solltest Du vom Fußboden bis zur Tischoberkante messen.
  2. Stabiler Stand des Tischkickers: Wenn der Tischkicker wackelt und Stabilität sowie Standfestigkeit nicht gewährleistet sind, ist ein präzises Spiel unmöglich. Im Zusammenhang mit der Stabilität steht das Gewicht des Tisches. Ein stabiler Kickertisch sollte ein Mindestgewicht von 80 kg aufweisen. Zudem ist eine Konstruktion mit einem stabilen Unterbau ebenso wichtig. Eine hohe Stabilität wird durch eine Konstruktion mit Tischbeinen aus Metallprofil oder aus Vollmaterial vervollständigt.
  3. Optimales Spielfeld: Eine gute Beschaffenheit des Spielfelds führt dazu, dass der Ball „richtig“ rollt und die Figuren fließend zum Einsatz kommen können. Es ist wichtig, dass das Spielfeld nicht zu glatt ist. Zudem sollte die Dicke der Spielfeldplatte mindestens 16mm betragen. Die Stangenhöhe sollte bei ca. 85 mm liegen.

Reinigung von Kickertischen

Ein Kickertisch muss viel aushalten. Dementsprechend sollte der Tischkicker auch angemessen gepflegt werden. Die Reinigung beschränkt sich auf die Pflege und Reinigung des Spielfelds und der Stangen. Grundsätzlich sollten keine aggressiven Reinigungsmittel verwendet werden. Der Einsatz von Wasser ist ausreichend. Zur Beseitigung von öligen und/oder klebrigen Rückständen kann Fensterreiniger verwendet werden.

Passende Kickerbälle

Die Entscheidung für den passenden Kickerball ist fast genauso schwierig wie die Auswahl des passenden Kickertisches. Generell gilt:

  • Je schwerer der Kickerball ist, umso reduzierter ist das Sprungverhalten.
  • Je härter der Kickerball ist, umso schneller ist der Ball.
  • Je mehr Grip der Kickerball hat, umso kontrollierbarer ist der Ball.

Glatte Kickerbälle haben keine spezielle Oberfläche, Struktur oder Muster. Die glatte Oberfläche macht den Ball zu einem sehr schnellen Kickerball. Dem Ball fehlt jedoch jegliche Grip-Eigenschaft, wodurch ein Klemmen des Balles fast unmöglich ist. Gegenüber stehen raue Kickerbälle. Diese haben eine leicht angeraute Oberfläche, wodurch die Bälle griffiger sind. Die Kickerbälle sind minimal langsamer als die glatten Bälle. Außerdem gibt es Kickerbälle aus Kork. Diese Bälle zeichnen sich durch einen sehr guten Grip sowie eine geringere Lautstärke aus.