Floorball gilt als eine der am schnellsten wachsenden Mannschaftssportarten der Welt und wird 2024 ins olympische Programm aufgenommen. Grund genug, diese temporeiche Sportart mit ihren Regeln einmal genauer zu beleuchten.

Floorball

Floorball ist international auch unter den Namen Unihockey oder Innebandy bekannt und vereint Aspekte aus Hallenhockey und Eishockey in einer abwechslungsreichen und attraktiven Sportart. Kurz gesagt: Floorball lässt sich prägnant als Eishockey für die Sporthalle bezeichnen.

Grundregeln und Varianten von Floorball

Die Regeln für Floorball sind strenger als im Eishockey, wobei zweiteres deutlich körperbetonter ist. Im Floorball ist nur das Drücken mit der Schulter erlaubt. Verboten sind harter Körpereinsatz, genauso wie das Heben, Drücken oder Werfen des Stocks oder das Schlagen auf den Stock.

Regeln von Floorball

Grundsätzlich darf der Ball nur mit dem Schläger gespielt werden. Die Berührung des Balls mit Fuß und Rumpf ist aber erlaubt, beispielsweise zur Ballannahme oder zum Vorlegen. Der Ball darf dadurch aber nicht zu einem Mitspieler oder aufs Tor gespielt werden. Spielt ein Spieler den Ball absichtlich mit der Hand oder dem Kopf, so ist eine Zwei-Minuten-Strafe fällig. Ebenfalls verboten ist es, zur Ballannahme hochzuspringen. Außerdem darf die Schaufel des Schlägers nicht höher als bis zur Hüfte ausschwingen und der Ball nicht über Kniehöhe gespielt werden. Regelverstöße werden je nach Vergehen mit Freistoß, Zwei-, Fünf- oder Zehn-Minuten-Strafen oder einem Platzverweis geahndet.

Der Torhüter hat keinen Schläger und ist mit einer Schutzausrüstung (Helm, Brustpanzer, Knieschoner) ausgestattet. Er darf keine Rückpässe seiner Feldspieler annehmen.

Gewechselt wird fliegend, sowohl der Torhüter als auch die Feldspieler dürfen wie z.B. im Handball beliebig oft wechseln.

Ausstattung bei Floorball

Floorballschläger

Ausstattung bei Floorball

Die Floorballschläger bestehen aus stabilen Kunststoff und besitzen am Ende des Schafts eine Schaufel. Die Schaufeln sind teilweise vorgeformt und teilweise nicht vorgeformt. Die vorgeformten Schaufeln sind dann entweder für Links- oder für Rechtsausleger geeignet.

Ball

Ausstattung von Floorball

Der Spielball ist ein 23 Gramm leichter Lochball aus Kunststoff, das Spielfeld ist ähnlich wie beim Eishockey von einer Bande umgeben. Es ist ein robuster und stabiler Lochball mit einem Durchmesser von 7 cm, der entsprechend schnell mit dem Schläger geschoben oder geschlagen werden kann.

Die Spielvarianten

Was ist Floorball

Im Floorball haben sich drei Spielvarianten etabliert, die sich in bestimmten Punkten unterscheiden. Ihnen allen gemeinsam sind die bereits oben genannten Regeln und dass das Tor (wie beim Eishockey) eingerückt ist und somit auch hinter dem Tor gespielt werden darf.

In der „Mixed“-Variante wird auf einem verkleinerten Feld (28 x 16 m) und mit gemischten Teams von jeweils vier Spielern gespielt. Da die Tore nur 90 x 60 cm groß sind wird ohne Torwart gespielt, jeder Spieler ist für den Schutz des Tores mitverantwortlich. Vor dem Tor befindet sich ein Schutzraum (1,90 x 0,90 m), den kein Spieler betreten darf.

In der Kleinfeld-Variante spielt man mit Torhüter und den normal großen Toren von Größe eines Eishockeytors (1,60 x 1,15 m), der Torraum misst 3 x 4,50 m. Pro Mannschaft befinden sich drei Feldspieler und ein Torwart auf dem Feld. Bei einem Freistoß muss der Abstand zum Gegner mindestens zwei Meter betragen.

Die Großfeld-Variante ist die Königsvariante und das Format der professionellen Wettbewerbe. Auf dem 40 x 20 m großen Feld stehen immer jeweils fünf Feldspielern und ein Torwart pro Team. Auch hier haben die Tore die Maße eines Eishockeytors. Die Spielzeit beträgt drei mal 20 Minuten, wobei die Einsatzzeiten auf Weltniveau in der Regel ca. 50 Sekunden am Stück betragen, da meist in Blöcken zwischen Angriff- und Abwehrspielern gewechselt wird.

Floorball in der Schule

Wer spielt Floorball?

Floorball ist in Deutschland vor allem über den Schulsport und den Unisport groß geworden und dort nach wie vor sehr beliebt. Das liegt unter anderem an den geringen Kosten für die Ausrüstung, vor allem aber daran, dass Anfänger sehr schnell Erfolgserlebnisse haben und Fortschritte machen können.

Im Schulsport kommt hauptsächlich die Mixed-Variante zum Einsatz, da hier ohne festen Torhüter gespielt wird. Hier ist es auch am einfachsten möglich, die Anzahl der Spieler pro Team zu variieren.

In Deutschland hat sich Floorball seit einigen Jahren etabliert, deutschlandweit sind über 10.000 Spieler in Vereinen aktiv. Vor allem der Kinder- und Jugendbereich erhält großen Zulauf, aber auch der Profibereich ist attraktiv. Weltweit hat Floorball mehr als zwei Millionen Anhänger, Schweden, Finnland, Tschechien und die Schweiz sind hier die führenden Nationen.

Tipps und Tricks

Die richtige Schlägerhaltung

Als Faustregel für das Halten des Schlägers gilt: Halte den Ball wie eine Schaufel. Die obere Hand ist dabei die Führungshand, die alle Aktionen steuert. Die untere Hand dient der Stabilisierung und der Ballsicherheit.

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Tipps für Floorball
Quelle: flickr.com

Floorball im Schulsport

Floorball in der Schule

Im Schulsport kann Floorball relativ leicht und unkompliziert eingeführt werden, da in den Regeln und Bewegungsabläufen einige Parallelen zu anderen Sportarten bestehen. Zu Anfang sollten sich die Kinder mit Ball und Schläger vertraut machen und sich ausprobieren, dazu können sie umgelegte Turnbänke, Markierhütchen und Gymnastikreifen als Dribblingelemente oder Doppelpass-Übung nutzen. Weiterführend sind Staffelspiele und andere Komplexübungen hilfreich, bevor in das aktive Spielen eingestiegen wird.

Übungsvideos

Für alle die mehr über Floorball lernen wollen zeigt die Salming Academy in einer Videoreihe anschaulich verschiedene Pass- und Schussvarianten, ebenso wie Tricks und Dribblings: