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    Racketsport in der Schule

    Kübler Sport Redaktion -

    Racketsport ist ein fester Bestandteil der Lehrpläne aller Bundesländer. Beim Erlernen der verschiedenen Rückschlagspiele führt der Weg vom Treffen, zum Schlagen über das gezielte Spielen hin zum erfolgreichen Match. Zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Spielfähigkeit der Racketsportarten zählen die Ausbildung und Weiterentwicklung der koordinativen Fähigkeiten sowie die damit verbundene Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit.

    Badminton im Schulsport

    Badminton als Racketsport in der Schule ist unter Schülern meist sehr beliebt, da es bereits aus der Freizeit bekannt ist und schnelle und vielfältige Erfolgs- und Bewegungserlebnisse möglich sind. Neben der einfachen Erlernbarkeit für Mädchen und Jungen ist auch die günstige Ausrüstung ein großer Pluspunkt. Für den Lernerfolg für Badminton im Schulsport ist ein geeignetes methodisches Konzept Grundvoraussetzung.

    Die Einheiten können folgendermaßen eingeteilt werden:

    • Übungen zur Schlagtechnik
    • Übungen zur Lauftechnik
    • Übungen zur Taktik
    • Übungen fürs Doppel
    • Spielerische Wettkämpfe

    Tipp: Die Badminton World Federation (BWF) hat ein ausführliches Handbuch “Shuttle time” für Lehrpersonen zu Badminton als Schulprojekt herausgegeben.

    Badminton in der Schule

    Tischtennis im Schulsport

    Tischtennis ist ein dynamisches Rückschlagspiel, das hohe Anforderungen an die koordinativen Fähigkeiten stellt, sofern die ganze Bandbreite an Spielsituationen erlebt werden soll. Nachteilig ist, dass sich Tischtennisunterricht an der Schule oft nicht einfach organisieren lässt, der materielle Aufwand ist hoch ebenso die Unklarheit darüber, was mit einer großen heterogenen Gruppe alles umsetzbar ist.

    Aus methodischer Sicht sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

    • Alternative Spielformen anbieten, die über das 1:1 hinausgehen, z. B. Doppel mit 2 Bällen, Kaiserturnier, Rundlauf, schräg gestellte Platte
    • Monotones Üben vermeiden, stattdessen Spielcharakter beibehalten
    • Differenzierte Lernwege anbieten, z. B. durch Aufgabenkarten in zwei verschiedenen Zirkeln
    • Kontrastübungen, z. B. harte/weiche Schläge, frühe/späte Ballannahme
    • Übungen zur individuellen Bewegungserfahrung, z. B. Ball auf Schläger balancieren, auf Schläger hoch und niedrig hüpfen lassen, um eigene Achse drehen, hinsetzen und aufstehen

    Tischtennis in der Schule heißt zusätzlich auch Bewegung auf dem Pausenhof. Außerhalb des Unterrichts bieten Outdoor Tischtennisplatten eine beliebte Abwechslung in den Pausenzeiten.

    Tennis im Schulsport

    Tennis wird in vielen Schulen nur recht selten gelehrt. Grund hierfür ist, dass dazu bestenfalls eine Kooperationen zwischen Schule und Tennisverein bestehen muss, die mit organisatorischem Aufwand verbunden ist. Zum einen für den Platzbedarf und mitunter Materialbedarf, zum anderen, um an ausgebildete Kinder- und Jugendtennistrainer zu kommen. Vereine profitieren von einer Kooperation, indem sie in diesem Zuge aktiv Nachwuchs werben und Talente für sich gewinnen können. Ebenso erhalten die kooperierenden Vereine positive Aufmerksamkeit auch unter den Angehörigen der Schüler sowie eine generelle gesteigerte mediale Präsenz. Schulen erhalten im Gegenzug eine attraktive Ergänzung des Schulsportwettkampfprogramms für die Schüler. Die Zusammenarbeit kann auf unterschiedliche Weisen gelingen, dazu gehören Schnupperkurse, Tennis-AGs oder Tennis-Aktionstage an der Schule. Der DTB gibt hilfreiches Infomaterial für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Tennisverein an die Hand.

    Wer als Lehrkraft Tennis als didaktisch-methodische Unterrichtsreihe durchführen möchte – aufgrund der Umsetzbarkeit mit einem Verein jedoch daran scheitert – kann auch von der regulären Form abweichen und Kleinfeldtennis in der Sporthalle durchführen. Als Netze können Badmintonnetze, Langbänke etc. genutzt werden.

    Lesetipp: Die Buchreihe Ballschule 7 “Das ABC für Tenniskinder” der Ballschule Heidelberg & tennis4kids beinhaltet ausführlich fundierte und praktisch erprobte Lehrpläne für Tennis-Spielanfänger auf verschiedenen Alters- und Niveaustufen.

    Squash im Schulsport

    Den Rückschlagsport Squash kennen höchstwahrscheinlich wenige Schüler. Ziel von Squash in der Schule ist daher in erster Linie die Sportart kennenzulernen und die Freude daran zu vermitteln. Für die Einführung ins Squashspiel muss nicht zwingend eine 4-seitige Squash-Halle aufgesucht werden, es genügen eine Sporthallenwand, Squash-Bälle (blau für Anfänger) und Squashschläger. Für die Spielfeldbegrenzung wird an der Wand eine Linie auf der Höhe von 50 cm gezogen sowie rechts und links zur Begrenzung. Grundregel ist, dass der Ball nach der erlaubten Wandberührung höchstens 1-mal den Boden berühren darf. Das direkte Volle-Spiel ist ebenfalls erlaubt und beschleunigt das Spiel. Für den Schulsport eignen sich die folgenden Squash-Spiel- und Übungsvarianten:

    • Wand-Squash: Fortlaufendes spielen mit Vorhand- und Rückhandschlägen sowie Volleys an eine Hallenwand
    • Schlag-Variationen: z. B. rhythmisch zum Partner spielen, Wanddistanz verändern, mit schwächerer Hand schlagen
    • Rundlauf: Rundlauf von der Wand um einen Kegel o. ä., auch als Gruppenwettbewerb möglich
    • Nummernspiel: Wer den Ball schlägt ruft eine Nummer auf, der betreffende Spieler muss fehlerfrei zurückspielen und wieder eine Spielernummer nennen
    • Treffspiele: Angehängtes Ziel an der Wand muss getroffen werden (Gymnastikreifen, Zeitung, etc.)

    Da die Leistungen der Kinder sich auch bei dieser Racketsportart stark unterscheiden werden, sollte betont werden, dass die Motivation stets darin liegt, eigene Rekorde zu überbieten.

    Pickleball im Schulsport

    Pickelball erinnert an Badminton, Tennis und Tischtennis, jedoch sind die Spielweise und die Regeln nochmals einfacher zu erlernen, weshalb Pickleball optimal für den Schulsport ist. Mit dem Pickleballschläger wird ein Ball über ein Netz gespielt – direkt oder indirekt, im Einzel oder Doppel oder als Mixed ohne Schiedsrichter. Neben Unterschieden zum Tennis in Sachen Aufschlag, Volleyspiel sowie der Punktevergabe kennzeichnet Pickleball:

    • Ballgeschwindigkeit: Picklebälle fliegen mit einer moderaten Geschwindigkeit, diese beträgt circa ein Drittel der Geschwindigkeit, die ein Tennisball erreicht.
    • Spielfeldgröße: Auch die Pickleball-Spielfeldgröße entspricht nur ca. ein Drittel dessen eines Tennisplatzes.

    Nach der Gewöhnung an das Flug- und Sprungverhalten des Pickleballs kann das erste Spiel beginnen. Mit Pickleball sind ohne Weiteres auch Einzelstunden möglich sind, da eine normale Schulturnhalle oder der Pausenhof ausreicht.

    Street Racket im Schulsport

    Street Racket wird auch als „Tennis der Straße“ beschrieben. Denn es kommt ganz ohne Netz oder Tischtennisplatte aus. Es wird nur ein ebener Asphalt-/Steinboden oder ein Sportboden benötigt sowie das Street Ball-Set mit Schlägern, Ball und Kreide. Street Racket fördert die Hand-Augen-Koordination und motorische Kompetenzen. Die unkomplizierten Regeln machen Street Racket optimal für ungezwungene Racketsport-Einheiten auf dem Pausenhof. Es kann auch spielerisch beim Lernen in der Schule, wie beispielsweise beim Kopfrechnen oder bei verschiedenen Sprachübungen, integriert werden.

    Lesetipp: Die Gründer von Street Racket geben Ideen an die Hand, für die Implementierung von Street Racket in der Schule innerhalb einer vielseitigen Projektwoche.

    Racketsport Schule
    Street Racket auf dem Schulhof

    Unsere Empfehlung: Racketsport-Sets für den Schulsport

    Racketsport-Schulsets sind auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgelegt und sind kostengünstige Alternativen zu Einzelprodukten.

    Badminton-Schulset

    Racketsport Schule Badminton

    Tischtennis-Schulset

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    Tennis-Schulset

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    Squash-Schulset

    Schulset Squash

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