Ashtanga Yoga ist eine von vielen Formen des Yogas. Was das Ashtanga Yoga vom gewöhnlichen westlichen Yoga unterscheidet, ist insbesondere die anstrengende und herausfordernde Ausführung. Im Magazinbeitrag werden wir Dir Ashtanga Yoga, seine Herkunft, die Besonderheiten und natürliche die Ausführung näherbringen. Denn das dynamische Ashtanga setzt ganz neue Maßstäbe! Es bringt Dich definitiv ins Schwitzen und fördert gleichzeitig Dein allgemeines Wohlbefinden.

Was genau ist Ashtanga Yoga?

Herkunft & Besonderheiten

Ashtanga Yoga entwickelte sich aus dem Hatha Yoga heraus. Hatha ist das klassische Yoga, das typischerweise in Yoga-Kursen, Fitnessstudios usw. ausgeführt wird. Wesentlicher Unterschied zum klassischen Hatha Yoga sind die dynamisch fließenden Übergänge der wiederkehrenden Körperhaltungen. Diese fließenden, kraftvollen Bewegungsabfolgen gepaart mit einem stetig steigenden Niveaulevel machen das ganze so anstrengend. Beim Ashtanga handelt es sich um eine traditionelle Yoga-Art. Sie wurde im Wesentlichen von dem berührten Yogameister T. Krishnamacharya und seinem früheren Schüler Sri K. Pattabhi Jois geprägt und verbreitet.

Ausführung

Hinter einigen Yoga-Formen stehen meist ausführliche philosophische Systeme. Ashtanga Yoga sieht sich zwar als Teil der achtgliedrigen Philosophie des Patanjali (daher auch der Name Ashtau = Acht, Anga = Glieder), jedoch beschränkt sich das indische Ashtanga hierzulande auf die Asanas (Körperhaltungen) sowie Pranayama (Atemkontrolle).

Die Durchführung der einzelnen Asanas, also den Körperhaltungen, findet mittels dynamischer Übergänge in einer bestimmten Abfolge statt. Diese Abfolge bleibt im Gegensatz zu anderen (modernen) Yoga-Arten, wie bspw. Power Yoga, auch immer gleich. Jedes einzelne Asana wird dabei jeweils 5 Atemzüge lang gehalten.

Insgesamt existieren sechs verschiedene Übungsserien beim Ashtanga, die aufeinander aufbauen. Die erste Serie (41 Asanas) und zweite Serie (40 Asanas) werden am häufigsten durchgeführt und reichen für den Beginn allemal aus. Teilweise sind Übungen aus den nachfolgenden Serien so herausfordernd, dass sie erst nach jahrelangem Training erreicht werden können. Daher wird die nächste Serie auch erst dann gestartet, wenn die vorherige erfolgreich absolviert ist. Im folgenden siehst Du beispielhafte Positionen, damit Du ein Gespür für Ashtanga Yoga bekommst.

Yoga / Seitliche Krähe (Parsva Bakasana)
Seitliche Krähe (Parsva Bakasana)
Yoga / Spagat (Hanumanasana)
Spagat (Hanumanasana)
Yoga / Taube (Eka Pada Rajakapotasana)
Taube (Eka Pada Rajakapotasana)
Yoga / Zehenstand (Padangushtasana)
Zehenstand (Padangushtasana)

Hast Du Lust bekommen, die Asanas der ersten Serie auszuprobieren? Im nachfolgenden Video werden die Bewegungsabläufe anschaulich praktiziert und zusätzlich werden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gezeigt.

Warum Du Ashtanga Yoga machen solltest

Wird Ashtanga Yoga regelmäßig geübt, wird Deine Kraft, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit und Flexibilität spürbar besser. Ebenso wird durch die Koordination von Atem und Bewegung die Achtsamkeit geschult. Im besten Fall kehrt durch die stetigen Trainingseinheiten eine innere Ruhe ein, die sich ebenso in den Alltag übertragen lässt.

Für wen eignet sich Ashtanga Yoga?

Keine Frage, wer Ashtanga Yoga erlernen möchte, macht dies nicht innerhalb weniger Tage – immerhin haben Yogameister ihre Disziplin auch erst jahrelang erlernen müssen. Es bedarf einer gewissen Selbstdisziplin und einer guten körperlichen Fitness. Ein Yoga-Grundwissen ist für die ersten Ashtanga-Versuche sicher hilfreich. Nichtsdestotrotz können sich auch Anfänger an diese Yoga-Form herantasten, dann empfiehlt sich aber eine professionelle Anleitung durch einen Yogalehrer. Denn es muss gleichzeitig auf die exakte Ausführung der anspruchsvollen und fließenden Asanas geachtet werden, die Balance muss gehalten werden und die korrekte Atmung darf nicht vernachlässigt werden. Vorteilhaft ist, dass die Abfolge der Posen zwar vorgegeben wird, das Tempo durch den eigenen Atemrhythmus aber angepasst werden kann.

Alles, was Du jetzt noch benötigst, ist eine rutschfeste Yogamatte, bequeme Kleidung, evtl. ein Tuch sowie eine ruhige, einladende Umgebung, in der Du dich optimal auf deinen Körper konzentrierten kannst. Die Yogamatte sollte eine Mindeststärke von 4 mm vorweisen, sodass die Gelenke bei Sprüngen geschont werden. Zusätzlich sollte sie ausreichend lang sein, als Faustregel gilt: mindestens so groß wie die eigene Körpergröße, bestenfalls + 20 cm.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, daher immer daran denken: Übung macht den Ashtanga-Yogi-Meister!

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