Alles Wichtige zu Bodentrampolinen

Kübler Sport Redaktion |

Lesedauer: 4 Minuten

Trampolinspringen bereitet nicht nur viel Spaß und ein Gefühl von Schwerelosigkeit, sondern es ist auch gesund. Denn der gesamte Körper wird gekräftigt und die Koordination sowie das Gleichgewicht gefördert. Bodentrampoline stehen dabei hoch im Kurs. Sie zeichnen sich durch eine einfache Anwendung, wenig Pflegeaufwand und eine bessere Nutzung des Raums aus. In diesem Magazinbeitrag zeigen wir dir, was Du bei Bodentrampolinen beachten musst.

Wie ist ein Trampolin aufgebaut?

Ein Turntrampolin mit Beinen und ein Bodentrampolin sind im Grundaufbau erstmal gleich. Das Trampolin besteht aus einem Metallrahmen, in welchem mittels zahlreicher Metallfedern ein elastisches Sprungtuch eingespannt ist. Wenn die Rede von einem Turntrampolin ist, so ist das „aufgeständerte“ Modell gemeint. Dieses steht auf Beinen in einer Höhe von ca. 80-100 cm. Dieser Abstand zum Boden ist notwendig, da für das Trampolinspringen unter der Sprungfläche ein Raum benötigt wird. Denn das Sprungtuch wird bei jedem Sprung nach unten gedehnt, um dann wieder nach oben zu schnellen. Dies lässt auch das Sprunggefühl der Schwerelosigkeit beim Trampolinspringen entstehen. Ein Trampolin muss jedoch nicht zwangsläufig auf Beinen stehen, wie Bodentrampoline beweisen. Für die Installation eines Bodentrampolins muss jedoch eine entsprechend tiefe Grube ausgehoben werden, damit das Sprungtuch den entsprechenden Bewegungsspielraum hat.

Trampoline auf öffentlichen Spielplätzen

Trampoline zählen zu Sportgeräten, weshalb nur eine Nutzung unter Aufsicht empfohlen wird. Besonders auf öffentlichen Spielplätzen ist eine Aufsicht nicht immer gegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass öffentliche Spielplätze nicht mit Trampolinen ausgestattet werden können oder sollten. Die auf Spielplätzen montierten Bodentrampoline müssen jedoch der DIN Norm EN 1176 entsprechen. Diese Norm besagt, dass für die Nutzung keine Aufsicht benötigt wird, denn sie verfügen über speziell abgestimmte Sprungfedern und eine vandalismusgeschützte Sprungfläche, welche aus einem speziellem Gurtgewebe besteht. Der äußere Bereich des Bodentrampolins besteht aus Fallschutzplatten. Mittels speziell abgerundeter Kanten sind Bodentrampoline sogar für die Nutzung durch Rollstuhlfahrer geeignet.

Rollstuhlgerechtes Bodentrampolin

Montage von Bodentrampolinen

Für die Errichtung eines Bodentrampolins sollten die folgenden Aspekte beachtet werden:

  • Seitlich um das Bodentrampolin muss ein Sicherheitsbereich von mindestens 2 m berücksichtigt werden.
  • Über dem Trampolin sollte eine Höhe von mindestens 3,50 m gegeben sein.
  • Es ist ein Fallschutz mit Naturboden oder ein anderer geeigneter Fallschutz vorzusehen (ausgelegt auf eine freie Fallhöhe von 100 cm)

Ein Bodentrampolin wird immer in einem demontierten Zustand geliefert und sollte dementsprechend von geschulten Fachkräften vor Ort montiert werden.

Bodentrampoline im Shop finden

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Wartung von Bodentrampolinen

Bodentrampoline sind jeglichen Witterungen sowie den Belastungen der einzelnen Sprünge ausgesetzt. Zudem gibt es bedauerlicherweise immer wieder Fälle von Vandalismus. Bezüglich der Pflege und Wartung daher einige Tipps:

  • Im Winter sollten die Bodentrampoline abgedeckt werden, da große, anhaltende Schneelasten die Sprungfedern belasten. Während den Wintermonaten kann das Sprungtuch auch vollständig entfernt werden.
  • Das Sprungtuch selbst benötigt keine spezielle Behandlung mit Pflegemitteln.
  • Zur Entfernung von Schmutz, wie beispielsweise Laub, kann das Sprungtuch teilweise entfernt und auch die Grube gereinigt werden.

Die Bodentrampoline müssen vor jedem Gebrauch auf mögliche Beschädigungen untersucht werden. Hierbei muss besonders auf Beschädigungen des Fallschutzes, Sprungtuchs und der Sprungfedern geachtet werden. Bei Identifizierung von Schäden muss das Trampolin gesperrt und die Schäden unverzüglich beseitigt werden. Wenn Du Zweifel hast, ob das Bodentrampolin funktionstüchtig ist, solltest Du eine fachkundige Person (Spielplatzbetreiber oder Gerätewart) kontaktieren.

Die folgende Tabelle gibt dir eine Übersicht über die Arten und Häufigkeiten der Inspektionen von Bodentrampolinen. Diese Rahmenbedingungen sollten unbedingt beachtet werden:

Art der InspektionHäufigkeitInhalt
Visuelle Routineinspektion – Monatlich bei geringer Nutzung

– Wöchentlich bei mäßig starker Nutzung

– Täglich bei starker Nutzung oder bei großer Vandalismusgefahr
– Sichtprüfung Sprungtuch und Fallschutz

– Sichtprüfung Vollständigkeit der Federn

– Prüfung auf Sauberkeit, scharfe Kanten, Beschaffenheit der angrenzenden Bodenfläche
Operative Inspektion– Vierteljährlich bei geringer Nutzung

– Monatlich bei häufiger Nutzung
Zusätzlich zur visuellen Kontrolle:

– Prüfung der Bodenfreiheit

– Prüfung auf Korrosionsschäden

– Prüfung auf fehlende Teile

– Prüfung auf übermäßigen Verschleiß
Jährliche Hauptinspektion– Einmal jährlichAllgemeine Feststellung des betriebssicheren Zustands der Anlage. Zusätzlich zu visuellen und operativen Inspektion, prüfen, ob

– die Aufhängung des Tuchs in einwandfreiem Zustand ist

– der Rahmen keine Risse oder sonstige Beschädigungen aufweist

– die Federn nicht beschädigt oder überdehnt sind

– der Fallschutz ordnungsgemäß angebracht ist

– die Federn immer mit der Öse nach unten einhängen

Sicherheitshinweise

Trampolinspringen ist mit viel Spaß und Freude verbunden. Aber leider können im Eifer des Gefechts auch Unfälle und damit Verletzungen entstehen. Folgende Regeln sollten daher beachtet werden:

  • Nur alleine springen: Wenn mehrere Kinder gleichzeitig springen, wird das Verletzungs- und Unfallrisiko zugleich erheblich erhöht.
  • Die beim Springen wirkenden Kräfte dürfen nicht unterschätzt werden.
  • Kinder und Erwachsene sollten sich nicht überschätzen. Daher sollte niemals über die eigenen konditionellen und motorischen Fähigkeiten hinaus gesprungen werden.
  • Es wird empfohlen die Gleichgewichtsfähigkeit auf dem Trampolin langsam aufzubauen und sich an schwierige Sprünge schrittweise heranzutasten.
  • Risikosprünge sollten vermieden werden, da unkontrollierte Landungen auf dem Kopf oder Genick zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen können.
Fakten zu Bodentrampolinen

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