Beachsoccer – Fußball auf dem Sand

Kübler Sport Redaktion |

Lesedauer: 4 Minuten

Beachsoccer – auch Strandfußball genannt – ist die spektakuläre Variante des klassischen Fußballs auf Sand. Die dynamische Sportart begeistert mit schnellen Spielzügen, artistischen Toren und einer einzigartigen Atmosphäre. Längst wird Beachsoccer nicht nur professionell in nationalen und internationalen Wettbewerben gespielt, sondern erfreut sich auch als Freizeit- und Urlaubssport großer Beliebtheit. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Beachsoccer entstanden ist, welche Regeln gelten und welche Ausrüstung Du für das Spiel im Sand benötigst.

Freunde, die Beachsoccer spielen

Wie entstand Beachsoccer?

Ursprünge des Fußballspielens am Strand

Die Wurzeln des Beachsoccers liegen in Brasilien. Als Charles Miller im Jahr 1895 nach seinem Studium in England den Fußball nach Brasilien brachte, entwickelte sich der Sport dort rasch zu einer Leidenschaft. Gespielt wurde überall – auf Straßen, Hinterhöfen und natürlich an den berühmten Sandstränden des Landes.

Die ersten offiziellen Beachsoccer-Turniere fanden 1957 statt. Einen wichtigen Meilenstein markierte das Jahr 1992 mit der Gründung von Beach Soccer Worldwide (BSWW) in Barcelona. Ziel war es, einheitliche internationale Spielregeln zu schaffen und den Sport weltweit zu etablieren. Bereits 1995 wurde an der Copacabana in Rio de Janeiro die erste Beachsoccer-Weltmeisterschaft ausgetragen. Gastgeber Brasilien gewann das Finale souverän mit 8:1 gegen die USA. Von dort aus verbreitete sich Beachsoccer schnell über Nord- und Südamerika hinaus und entwickelte sich zu einer internationalen Sportart.

Beachsoccer heute

Seit der Partnerschaft zwischen Beach Soccer Worldwide und der FIFA im Jahr 2005 hat sich Beachsoccer weltweit professionalisiert. Internationale Turniere, professionelle Ligen und eine stetig wachsende Fangemeinde haben die Sportart nachhaltig geprägt.

Heute wird Beachsoccer in zahlreichen Ländern gespielt und weltweit im Fernsehen übertragen. Internationale Sponsoren und professionelle Wettbewerbe unterstreichen die Bedeutung des Sports. Was einst als lockeres Fußballspiel am Strand begann, hat sich zu einer anerkannten Wettkampfsportart entwickelt.

Bedeutung von Beachsoccer

Beachsoccer verbindet sportlichen Ehrgeiz mit einer lockeren Strandatmosphäre. Schnelle Ballwechsel, spektakuläre Fallrückzieher und akrobatische Tore sorgen für Unterhaltung – sowohl auf dem Spielfeld als auch für die Zuschauer.

Gleichzeitig steht Beachsoccer für Werte wie Teamgeist, Fairness und Gemeinschaft. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft können Menschen gemeinsam Fußball spielen und die Begeisterung für den Sport teilen. Gerade diese Mischung aus Wettbewerb und Lebensfreude macht Beachsoccer weltweit so beliebt.

Ausrüstung für Beachsoccer

Beachsoccer Spielfeld

Das Beachsoccer-Spielfeld unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von einem klassischen Fußballfeld. Gespielt wird auf einer mindestens 40 cm tiefen Sandschicht. Linien und Strafräume werden mithilfe flexibler Spielfeldbänder und Fahnen markiert.

Beachsoccer Spielfeld

Beachsoccer-Tore

  • In der Mitte jeder Torlinie befindet sich ein Tor.
  • Die Tore sind 5,5 m breit und 2,2 m hoch.
  • Pfosten und Latte bestehen aus Holz, Metall oder einem anderen zugelassenen Material.
  • Hinter jedem Tor befindet sich ein Fangnetz, das sicher im Sand verankert wird.
Beachsoccer Tor Maße

Beachsoccer-Ball

Der Beachsoccer-Ball ähnelt einem klassischen Fußball, ist jedoch speziell für das Spiel auf Sand entwickelt. Er besitzt einen weicheren Ballkontakt und erleichtert dadurch technische Spielzüge und Schüsse.

  • Aus Leder oder anderem geeignetem Material (bspw. Polyurethan)
  • Umfang mind. 68 cm max. 70 cm
  • Gewicht zu Spielbeginn: min. 400 g max. 440 g
  • Druck auf Meereshöhe: 0,4 – 0,6 Atmosphären
Beachsoccer-Ausrüstung im Shop finden

Im Kübler Sport Onlineshop findest du eine große Auswahl an Beachsoccer-Ausrüstung.

Bekleidung der Beachsoccer Spieler

  • Trikot oder Shirt mit Ärmeln
  • Kurze Sporthose
  • Torhüter dürfen auch lange Hosen tragen.
  • Gespielt wird grundsätzlich barfuß.
  • Elastische Bandagen oder Stützen sind erlaubt, sofern sie Füße und Zehen nicht vollständig bedecken.

Beachsoccer Spielregeln

Spieler

Beim Beachsoccer stehen fünf Spieler pro Mannschaft gleichzeitig auf dem Spielfeld – vier Feldspieler und ein Torhüter. Während der Partie sind unbegrenzt viele fliegende Auswechslungen möglich.

  • Mind. 3 Spieler max. 5 Spieler
  • Anzahl der Auswechselspieler bei offiziellen Wettbewerb 7, Beliebig viele Auswechslungen
  • Auswechselvorgang kann jederzeit erfolgen, egal ob der Ball im Aus ist oder nicht
  • Jeder Feldspieler darf den Platz mit dem Torhüter tauschen

Dauer des Spiels

Ein Beachsoccer-Spiel besteht aus drei Dritteln von jeweils zwölf Minuten. Zwischen den Spielabschnitten gibt es maximal drei Minuten Pause.

Schiedsrichter

  • Regulär 2 Schiedsrichter (erster und 2ter) + Zeitabnehmer, bis zu 3 Schiedsrichter möglich
  • Haben die Befugnis den Beachsoccer Regeln Geltung zu verschaffen

Abseits

Im Beachsoccer gibt es keine Abseitsregel. Dadurch entstehen viele Torchancen und ein besonders offensives Spiel.

Fouls

Wie im klassischen Fußball werden Fouls mit Freistößen oder Strafstößen geahndet. Dazu zählen unter anderem:

  • Gegner treten oder versuchen zu treten, Bein stellen, anspringen, anrempeln, schlagen oder versuchen zu schlagen, umstoßen und bedrängen
  • Den Ball absichtlich mit der Hand spielen
  • Gegner halten oder an einem Scherenschlag oder Fallrückzieher hindern
  • Sonstige Unsportlichkeiten

Freistoß:

  • Eine Mauer darf bei einem Freistoß nicht gebildet werden.
  • Bei der Ausführung eines Freistoßes in der eigenen Hälfte darf sich, zwischen den Eckfahnen, der gegnerischen Seite und dem ruhendem Ball, kein Spieler befinden, wobei der gefoulte Spieler den Frei- bzw. Strafstoß selber ausführen muss.
  • Wird der Freistoß in der gegnerischen Hälfte ausgeführt, haben alle Spieler (bis auf den gegnerischen Torwart) hinter dem Ball zu sein.

Strafstoß:

Der Spieler darf einen kleinen Sandhügel formen, um den Ball zu platzieren.

4-Sekunden-Regel

Standardsituationen wie Eckstoß, Einkick oder Torabwurf müssen innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Die verbleibende Zeit wird vom Schiedsrichter sichtbar angezeigt.

Rückpassregel

Der Torhüter darf einen Rückpass seiner Mitspieler einmal pro eigenem Ballbesitz mit den Händen aufnehmen. Erst nach einem Ballverlust oder Ballgewinn der gegnerischen Mannschaft gilt diese Möglichkeit erneut.

Einkick/Einwurf

Der Spieler entscheidet ob er den Ball mit dem Fuß einspielt oder mit den Händen einwirft.

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