Wer ein gelenkschonendes und trotzdem forderndes Ausdauer- oder Cardiotraining absolvieren möchte hat einige Möglichkeiten. Crosstrainer und Ellipsentrainer sind hierfür nicht nur eine gute Alternative, sondern auch besonders beliebt, egal ob im Fitnessstudio oder privat Zuhause. Beide Trainingsgeräte ähneln einander und doch gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Crosstrainer und Ellipsentrainer! Auf was du achten solltest und welche Varianten es gibt, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Wie funktionieren Crosstrainer und Ellipsentrainer?

Cross- und Ellipsentrainer bilden den natürlichen Bewegungsablauf des Körpers beim Joggen oder beim Nordic Walking ab. Dies gilt sowohl bezogen auf die Beinbewegungen als auch auf die Bewegungsabläufe der Arme, denn auch die Handgriffe des Geräts bewegen sich, parallel zu den Beinen, mit. Über diese zusätzliche Armbewegung werden neben dem Herz-Kreislauf-System und der Beinmuskulatur auch die Muskulatur von Rücken, Schultergürtel und Bauch aktiviert und mittrainiert, sodass sowohl Ausdauer als auch die Muskulatur des gesamten Körpers gefordert sind. Obwohl eine Laufbewegung abgebildet wird, ähnelt das Training optisch eher dem Langlauf.

Sowohl der Crosstrainer als auch der Ellipsentrainer besitzen Fußpedale, in die der Trainierende treten muss, um zu trainieren. Im Unterschied zum Ergometer steht man dabei aber statt zu sitzen. Sobald man Druck auf die Pedale ausübt, versetzt man eine sogenannte Schwungscheibe in Bewegung, die wiederum die Handgriffe und die Pedale bewegt.

unterschied crosstrainer ellipsentrainer

Was ist der Unterschied zwischen Crosstrainer und Ellipsentrainer?

Der Unterschied zwischen Crosstrainer und Ellipsentrainer liegt vor allem im Äußerlichen, und zwar in der Position des Schwungrades. Dieses liegt beim Crosstrainer hinten, beim Ellipsentrainer befindet sich die Schwungmasse vorne, sodass die Fersen bei jeder Bewegung vom Fußraster ganz automatisch abgehoben werden. Beim Trainieren auf dem Ellipsentrainer ähnelt der Bewegungsablauf der Füße einer Ellipse. Dieser kommt dem natürlichen Bewegungsablauf noch näher als die Bewegung auf dem Crosstrainer, welcher jedoch einen größeren Bewegungsradius bietet als ein Ellipsentrainer.

Der große Unterschied zwischen Ellipsentrainern und Crosstrainern besteht somit im Bewegungsablauf: Der Crosstrainer simuliert somit die Bewegung des Joggens oder schnellen Laufens, während der Ellipsentrainer die Bewegung des Gehens oder Walkens simuliert.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Vor der Anschaffung eines Crosstrainers oder eines Ellipsentrainers solltest du dir zunächst darüber klar werden, ob du gelenkschonend joggen oder walken möchtest und dich dann für das dementsprechende Gerät entscheiden. Außerdem gibt es noch einige weitere Punkte, die du beachten solltest:

Die Schwungmasse

Die Schwungmasse setzt sich aus dem Gewicht des Schwungrades und dem aller Komponenten die beim Training bewegt werden zusammen. Sie garantiert ein gleichmäßiges und ruckelfreies Training. Dabei gilt: je größer das Gewicht der Schwungmasse ist, umso leichter werden die Umkehrpunkte der Bewegung überwunden und umso harmonischer fühlt sich das Laufen an. Ist die Schwungmasse zu niedrig fühlen sich die Bewegungen abgehackt und unrund an, da der nötige Schwung am Umkehrpunkt fehlt. Das wiederum wirkt sich negativ auf die Gelenke aus. Jedoch bedeutet das nicht unbedingt „viel hilft viel“. Ein gutes Antriebssystem und hochwertige Kugellager tragen ebenfalls zu einem ruhigen Lauf des Geräts bei und können auf den ersten Blick fehlende Schwungmasse ausgleichen. Geringer als 7 kg sollte die Schwungmasse allerdings nicht sein.

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Als Faustregel für die passende Schwungmasse lässt sich die Nutzungshäufigkeit des Geräts heranziehen. Ein Einsteiger-Crosstrainer, der ca. 1-3-mal in der Woche genutzt wird, sollte mindestens 12 kg Schwungmasse besitzen. Für die professionelle Nutzung mehrmals am Tag (z.B. im Fitnessstudio) sollte die Schwungmasse mindestens 23 kg schwer sein.

Das Bremssystem

Die wichtigste Aufgabe des Bremssystems ist die Anpassung des Trainingswiderstandes an das Leistungsvermögen des Nutzers. Je mehr Widerstandsstufen das Gerät hat, umso besser kannst du ihn an dein persönliches Leistungsniveau anpassen und mit unterschiedlichen Intensitäten trainieren. Ein gutes Bremssystem hat mindestens 16 Widerstandsstufen, die sich fein dosieren lassen. Bei einem schlechten Bremssystem fühlen sich verschiedene Widerstandsstufen oft gleich schwer an, was sich negativ auf das Training auswirken kann.

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Das Antriebssystem

Das Antriebssystem verbindet Schwungscheibe, Tretlager und Bremssystem. Hochwertige Kugellager im Antriebssystem sorgen nicht nur für ein rundes und ruhiges Tretgefühl, sondern auch für einen niedrigen Geräuschpegel während des Trainings. Ein nicht gut abgestimmtes Antriebssystem sorgt hingegen für unangenehme Geräusche.

Anpassung an den Nutzer

Crosstrainer und Ellipsentrainer sollten so einstellbar sein, dass die Körpergröße des Nutzers berücksichtigt werden kann. Je größer ein Körper ist, umso größer ist auch die Schrittlänge, die vom Trainierenden gewählt werden muss. Nutzer mit mindestens 175 cm Körpergröße sollten eine Schrittlänge von 50 cm nicht unterschreiten. Wichtig ist, dass die Beine während des Trainings weder eine X-Bein Stellung noch eine O-Bein Stellung einnehmen, sondern einer natürlichen Bewegung folgen können. Deshalb sollten die Trittflächen nicht zu weit auseinander liegen. Außerdem sollte die Körperhaltung aufrecht sein, sodass sich die Griffe der Stangen zwischen Schulter und Ellenbogen befinden.

Die Funktionen

Mittlerweile besitzt eigentlich jeder Crosstrainer und Ellipsentrainer einen Trainingscomputer mit Display, auf dem Trainingsdaten übersichtlich dargestellt oder verschiedene Programme eingestellt werden können. Je nach Modell verfügen die Geräte außerdem über verschieden viele Funktionen, weshalb du unbedingt berücksichtigen solltest, welche dieser Funktionen Du Dir oder sich die Nutzer für das Trainingsgerät wünschen. So gibt es beispielsweise Geräte mit Pulsmessung, Programme für drehzahlabhängiges und drehzahlunanbhängiges Training, Herzfrequenzprogramme oder unterschiedlich viele Widerstandsstufen.