Headis vereint Tischtennis und Fußball, genauer gesagt Tischtennis und Kopfballspiel. Mehr als eine (möglichst stabile) Tischtennisplatte mit Netz und einen Ball sind dafür nicht notwendig, denn beim Headis wird der Ball mit dem Kopf über die Platte gespielt.

Quelle: Hedição

Entstanden ist die Sportart 2006 in einem Freibad in Kaiserslautern. Weil der Fußballplatz besetzt war, wichen Erfinder René Wegner und seine Freunde auf die Tischtennisplatten aus und begannen, den Ball nur mit dem Kopf über das Netz zu spielen. Im Studium entwickelte er die Sportart weiter, seit 2008 ist Headis Teil des Hochschulsportprogramms. Über den Hochschulsport verbreitete sich die Sportart schnell und auch außerhalb der Unis gibt es mittlerweile eigene Headis-Abteilungen in den Vereinen. Bekannt wurde Headis auch durch zwei „TV Total“ Ausgaben mit dem Titel „TV Total HEADIS Spezial“ und Der TV-Show „Schlag den Raab“, die der Sportart einen weiteren Popularitätsschub gaben. Weltweit spielen mittlerweile ca. 80.000 Menschen weltweit Headis.

Headis wird in verschiedenen Turnieren gespielt. So gibt es unter anderem eine Weltcup-Turnierserie, seit 2011 jedes Jahr eine Weltmeisterschaft, die Headis Masters und seit 2015 auch Europameisterschaften.

Die Regeln

Die wichtigste Regel: Der Ball darf nur mit dem Kopf gespielt werden. Die weiteren Regeln ähneln denen des Tischtennis, auch beim Headis muss der Ball die Platte in jeder Hälfte einmal berühren. Die Punktezählweise ist ebenfalls gleich. Auch beim Aufschlag muss der Ball wie beim Tischtennis erst in der eigenen Hälfte und dann bei Gegner aufkommen. Im Gegensatz zum Tischtennis darf der Ball jedoch auch volley angenommen werden.

Quelle: Headis

Außerdem ist es erlaubt und für manche Ballwechsel sogar notwendig, die Platte mit allen Körperteilen zu berühren. Um beispielsweise kurz hinter dem Netz landende Bälle anzunehmen liegen Headis-Spieler ab und zu auch komplett auf der Platte.

Fairplay geht vor. Bei unklaren oder strittigen Situationen spielt man einen Wiederholungsball.

Ein Satz geht bis elf, gewonnen hat der Spieler der zuerst zwei Sätze für sich entscheiden konnte. Gespielt wird mit einem speziellen Gummiball mit 50cm Umfang, der besonders weich ist und nur 100g wiegt.

Wie spielt man Headis?

Headis ist aufgrund der kompakten Regeln und dem großen Spaßfaktor einfach zu lernen und kann von jedem gespielt werden; ein wenig Ballgefühl ist dabei natürlich von Vorteil. Die wichtigste Grundregel beim Headis ist allerdings: die Hände immer an die Platte. So kann man, vor allem als Anfänger, den Abstand zwischen Kopf und Platte am besten einschätzen und sich abstützen. Je mehr Erfahrung man hat, umso tiefer spielt man und kann den Abstand zur Platte ausreizen. Eine weitere wichtige Grundregel ist es, nie den Ball aus den Augen zu verlieren. Das erhöht die Zielgenauigkeit. Gute Headis-Spieler beherrschen zusätzlich eine Reihe akrobatischer Manöver und Strategien, um Punkte zu erzielen.

Spielernamen

Bei offiziellen Headis-Turnieren treten alle Spieler mit einem selbstgewählten Spielernamen an. Viele der Namen haben einen Bezug zur Sportart, wie beispielsweise „Headsinfarkt“, „Headi Potter“, „Sebastian Headdel“ oder „Stirnhilde“, aber auch andere Spitznamen wie „Sniper Schorsch“, „Klausi“ oder „Karl-Heinz Rumgenicke“ sind auf den Turnieren zu finden.

Quelle: ProSieben

Headis im Fußball

Headis ist nicht nur als Sportart an sich beliebt, sondern setzt seinen Siegeszug auch im Fußball fort. Statt am Kopfballpendel zu trainieren setzen immer mehr Vereine, darunter auch einige Profimannschaften aus Bundesliga und Premier League auf Kopfballtraining an der Platte. Da nachgewiesen werden konnte, dass Headis sich positiv auf die Genauigkeit beim Kopfballspiel auswirkt, ist es als abwechslungsreiches und anspruchsvolles Element des Kopfballtrainings beliebt.

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