Laufen, Springen, Werfen und Stoßen – in der Leichtathletik zählen die Weite, Höhe und Zeit. Wir zeigen, welche Leichtathletik Messgeräte insbesondere im Vereins- und im Schulsport benötigt werden, um eine exakte Leistungsdiagnostik der Athleten zu erreichen.

Leichtathletik Messung
Leichtathletik Messgeräte für Schule & Verein
Gut zu wissen
In der Leichtathletik messen geschulte Kampfrichter die Leistungen der Athleten. Diese sind vergleichbar mit Schieds- bzw. Wertungsrichter in anderen Sportarten. Kampfrichter müssen fachspezifisches Wissen über die Bereiche Lauf, Sprung, Wurf und Stoß mitbringen, absolut neutral sein sowie eine schnelle Auffassungsgabe und Entscheidungsfreudigkeit besitzen.

Zeitmesssung in der Leichtathletik

Handzeitnahme

Im Schulsport und bei vielen Kreismeisterschaften wird in der Regel auf die klassische digitale Stoppuhr zur Zeitmessung zurückgegriffen. Mechanische bzw. analoge Stoppuhren sind gemäß den IWR-Regeln nicht mehr zugelassen.

Wichtig ist eine große Speicherkapazität sowie Zusatzfunktionen wie Rundenzeiten (Lap). Bei höherwertigen Modellen lassen sich die Messdaten bequem auf einen PC übermitteln und dort auswerten. Bei Stoppuhren besteht allerdings immer die Problematik einer gewissen Ungenauigkeit, bedingt durch die menschliche Reaktionszeit.

Die Kampfrichter platzieren sich bestenfalls auf einer Zeitnehmertreppe an der Ziellinie, um die Laufzeiten der Athleten zu stoppen.

Kübler Sport® Zeitnehmertreppe

Hinweis: Sollen Messwerte in DLV- und die meisten LV-Bestenlisten übernommen werden, ist bei Laufstrecken bis einschließlich 200 m und im Hürdensprint zur gemessenen Zeit die Ermittlung des Windwerts notwendig.

Lichtschranke

Bei kleineren bis größeren Leichtathletikwettkämpfen kommen elektronische, lichtschranken-basierte Zeitmesssysteme zum Einsatz (funkgesteuert oder mit Kabel). Idealerweise gibt ein gekoppelter Startrevolver oder eine Startklappe den Messstart über einen Lautsprecher an.

Passieren die Athleten die Lichtschranke, die sich im Infrarotbereich befindet, erfolgt durch die Unterbrechung eine Zeitenmessung. Die Messergebnisse werden direkt an einem Laptop dargestellt und können beliebig gespeichert und weiterverarbeitet werden. Zum Beispiel zur Projektion an eine Anzeigetafel. Elektronische Zeitmesssysteme haben den großen Vorteil genau und objektiv zu sein.

Leichtathletik Messgeräte Zeit
Zeitmesssystem mit Lichtschranken

Zielbild

Besonders bei höherklassigen Wettkämpfen wird zusätzlich das Fotofinish-System genutzt, um knappe Einlaufreihenfolgen exakt zu dokumentieren. An der Ziellinie wird eine hochmoderne Kamera angebracht, die Zeiterfassungen von mehreren Tausendstelsekunden ermöglicht. Kann der Zieleinlauf nur durch Auswertung des Zielfotos ermittelt werden, nennt man das Fotofinish. Das Zielbild-System hat den großen Vorteil, dass die Ergebnisse auch im Nachhinein noch überprüft werden können.

Transponder

Bei Breitensportveranstaltungen, die nicht vollständig in einer Leichtathletikanlage stattfinden und viele Teilnehmer haben, z. B. bei Straßenläufen, kommen Zeitmesstransponder (Laufchips) zum Einsatz. Diese werden von den Sportlern am Körper getragen und lösen beim Lauf über die Start- und Ziellinie ein Signal aus.

Weitenmessung in der Leichtathletik

Maßband

Die Weitenmessung ist unverzichtbar in der Leichtathletik: Beim Weitsprung, Kugelstoßen oder Diskuswurf zählt jeder Zentimeter. Bandmaße aus Stahl oder Fiberglas zeichnen sich durch eine exakte Bandführung mit hoher Genauigkeit aus.

Bei langen Messdistanzen haben sich Dreieckrahmen zum Einrollen und Ausrollen des Maßbands bewährt. Die robusten Rahmen mit ergonomischem Griff erlauben eine exakte, leichtgängige Bandführung.

Hilfsmittel zur Weitenmessung

Bei den Wurfdisziplinen kommen zusätzlich Messhilfen zum Einsatz. Diese markieren die Wurfweite vor der exakten Messung.

Weitenmesstafeln bieten für Zuschauer und Kampfrichter eine leichte Orientierung der Distanz beim Weitsprung und Dreisprung. Bei Nichtgebrauch ist eine platzsparende Lagerung möglich.

Leichtathletik Messgeräte
Weitenanzeige für Weitsprung und Dreisprung

Hinweis: Bei professionellen Wettkämpfen hat das Maßband ausgedient, hier kommt die elektrooptische Streckenmessung zum Einsatz.

Höhenmessung in der Leichtathletik

Messlatte

Mit einer Messlatte wird die Lattenhöhe im Hochsprung und Stabhochsprung einfach und bequem ermittelt. Die teleskopische Messlatte kann auf die gewünschte Höhe ausgezogen werden. Da die Latte bis zu zwei Zentimeter durchhängen kann, wird in der Lattenmitte senkrecht zum Boden sowie an der Lattenoberkante gemessen.

Tipp: Um das zeitaufwendige Verstellen des Hochsprungständers im Schul- und Vereinssport zu vermeiden, empfiehlt sich ein Mehrfach-Lattenaufleger.

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