Tennis

Tennis ist eines der beliebtesten Rückschlagspiele und beliebter Einzelsport. Im Jahr 2014 zählte der Deutsche Tennis Bund (DTB) etwa 1,45 Millionen Mitglieder. 26 Prozent dieser Gesamtmitglieder sind Kinder und Jugendliche. Nach wie vor ist Tennis als Sport in der breiten Maße gefragt. Der Grund ist unter anderem, dass Tennis schon als Kind begonnen und bis ins hohe Alter gespielt werden kann. Wir von Kübler Sport möchten Ihnen hier alle wichtigen Informationen rund um den Tennissport auf einen Blick zusammenstellen.

Tennisanlagen

In Deutschland gibt es über 46.000 Tennisplätze. Die meisten dieser Anlagen sind Freiluftplätze, ca. 43.000. Im Winter werden dann hauptsächlich die ca. 4.000 Tennishallen genutzt.

Tennisplätze

Um die Vorteile von Betrieb und Unterhalt zu generieren, sind Tennisplätze im besten Fall im Sportzentrum zu integrieren. Auch Maßnahmen zum Windschutz (i. d. R. Bepflanzung) ohne dass Schatten auf das Tennisfeld geworfen werden, sind zu bedenken. Um die optischen Voraussetzungen für die Tennisspieler zu verbessern, wird beim Tennis traditionell auf dunkle Hintergründe bzw. Tennisblenden zurückgegriffen. Üblicherweise liegen Tennisplätze in Nord-Süd-Richtung, um ideale Lichtverhältnisse ab 16 Uhr zu bekommen. Hierbei dürfen sie eine maximale Abweichung von maximal 7,5 Grad gedreht werden. Liegen die Plätze in Ost-West-Richtung ergeben sich vormittags die besten Lichtverhältnisse. Tennisplätze müssen mit einer Zaunhöhe von mindestens 2,50 m eingefriedet werden, wobei die Pfosten nach außen zu setzen sind.

Beläge

Für Outdooranlagen im Tennis gibt es üblicherweise folgende Belagtypen: Tenne (Ziegelmehl), Kunstrasen, Kunststoff, Bitumen und Beton. In Deutschland ist der Sandplatz, also der Tennisplatz mit Tennenbelag am meisten anzutreffen. Die Tennenfläche mit Ziegelmehl (zerkleinerte Ziegelsteine) ist nach DIN 18035 Teil 5 eine wasserdurchlässige, mehrschichtige Sportfläche aus mineralischen Korngemisch ohne zusätzliche Bindemittel. Von ihr hängt die Beschaffenheit der sportfunktionellen Eigenschaften wie Ebenheit, Wasserdurchlässigkeit und Scherfestigkeit ab. Der Platz unterliegt normalerweise einem Gefälle von 0,5 %, damit Wasser und Regen schnell ablaufen kann und sich keine Pfützen bilden.

Pflege der Tennisplätze

Bei einer Installation einer neuen Tennenfläche, muss eine Nachbehandlung folgen, die etwa 6 Wochen Zeit in Anspruch nimmt. Dabei wird der Platz vor allem ausgebessert (Belagdurchtritte), egalisiert (Belag ebnen), gewässert und gewalzt. Sobald der Belag einen ausreichenden Verdichtungsgrad erreicht hat, kann die Nachbehandlung abgeschlossen werden. Nach der Inbetriebnahme muss der Platz laufend gepflegt werden. Durch das Abziehen des Platzes mit den üblichen Schleppnetzen soll der Platz egalisiert werden. Damit der Tennenbelag seiner Sportfunktion gerecht wird, muss er regelmäßig bewässert und überwiegend erdfeucht gehalten werden. Im Sommer muss hierbei meistens auf eine künstliche Bewässerung zurückgegriffen werden. Hier bieten sich normale Schläuche mit Fächerdüse an. Gewalzt werden muss während einer Saison nur sporadisch. In der Regel wird der Tennenbelag durch seine Dichte und Feuchtigkeit fest gehalten. Je nach Bedarf kann der Platz auch während der Tennissaison mit einer Walze verdichtet werden. An besonders beanspruchten Stellen können punktuelle Mulden auftreten. Der Grundlinienbereich muss ungefähr alle 6 Wochen mit einer Ladung Ziegelmehl bearbeitet werden. Auf selten bespielten Flächen kommt es häufig zu Moos- oder Unkrautbildung. Dieses ist unbedingt zu entfernen, nicht da es einen ungepflegten Eindruck macht, sondern diese führen zu Wasserundurchlässigkeit und zu Verletzungsgefahr durch Ausrutschen. Im Normalfall sollte der Bewuchs mit einem Eisenrechen oder einer Aufrauschiene entfernt werden.

Überwinterung

Nach der Saison sollte der Platz zur Überwinterung hergerichtet werden. Das bedeutet in erster Linie das Entfernen des Laubes und der oberen Schmutzschicht, das Einlagern von Tennisnetz, Tennispfosten, Schiedsrichterstühlen und Sichtblenden, sowie die Abdeckung der Bodenhülsen. Rechtzeitig vor Ende der Frostperiode, wenn die Instandsetzungsarbeiten wieder begonnen werden können, sollte ausreichend Ziegelmehl besorgt sein. In der Regel werden etwa 3 Tonnen pro Platz benötigt. Nach dem Winter muss die verwitterte und verschmutze Oberfläche abgetragen werden.

Tennishallen

Bei Hallen gibt es einige Bedingungen, besonders auch für den Wettkampfsport, die hier zu beachten sind. Die Hallenhöhe über dem Netz muss mindestens 7 m betragen, im Wettkampfbetrieb werden 9 m empfohlen. Die Höhe der äußeren Begrenzung sollte mindestens 3 m sein. Die Wandflächen haben bis zu einer Höhe von 2 m ebenflächig, glatt und geschlossen zu sein. Sie sollten nach Möglichkeit hell, aber keinesfalls weiß und natürlich ballwurfsicher sein. Die Hallenbeleuchtung muss in annährend gleichem Winkel wie das Tageslicht einfallen und für den Breitensport und Trainingsbetrieb mindestens 200 Lux Lichtstärke aufweisen. Beim Spitzen- und Leistungssport werden bis zu 600 Lux gefordert. Bei der Wahl des Untergrundes sollte unbedingt die Trittsicherheit, das Gleitverhalten, die Elastizität und die Farbe berücksichtigt werden. Unabhängig davon muss der Boden flächenelastisch sein und eine Verformungsmulde von über einem Meter Durchmesser nicht überschreiten. Darüber hinaus muss der Boden ebenflächig, hygienisch und dauerhaft sein. Die Spielfeldmarkierungen sind dauerhaft und üblicherweise eingelassen oder eingeschweißt. Die meistverwendeten Beläge in Hallen sind Textil- (Velours oder Nadelfilz) oder Kunststoffbeläge.

Tennisregeln

Die Regeln im Tennis werden vor allem durch die ITF, die International Tennis Federation, bestimmt. Mit unserem Informationsblatt Tennis von Kübler Sport wollen wir Ihnen einen kurzen Einblick in das Reglement des Tennis geben und die wichtigen Infos liefern.

Spielfeld im Tennis

Das Spielfeld stellt mit den Maßen 23,77 m Länge und 8,23 m Breite (Einzelfeld) ein Rechteck dar. Bei einem Doppelspiel beträgt die Breit 10,97 m, also jeweils 1,37 m zusätzliche Breite am Außenrand. Die Mitte der Längsseite des Feldes wird durch ein Netz begrenzt, welches das Spielfeld in zwei Seiten á 11, 885 m Länge teilt. Die Linien an den Enden eines Spielfeldes werden Grundlinien, die Seitenbegrenzungen Seitenlinien genannt. Jede Grundlinie besitzt zudem ein 10 cm langes Mittelzeichen, welches parallel zu den Seitenlinien verläuft und für den Aufschlag von Bedeutung ist. Parallel zum Netz wird auf Höhe von 6,40 m Abstand zum Netz eine Linie gezogen, die auch Aufschlaglinie (T-Linie) genannt wird. Die Aufschlagmittellinie trennt den Bereich zwischen Netz und Aufschlaglinie in zwei gleiche Hälften, die Aufschlagfelder. Die Linien können unterschiedliche Breiten haben. Während die Grundlinie bis zu 10 cm breit sein darf, sollen die anderen Linien eine Breite zwischen 2,5 und 5 cm besitzen. Alle Linien müssen die gleiche Farbe haben und sich eindeutig von der Spielfeldfarbe zu unterscheiden. Alle Spielfeldmaße werden von der Außenkante der Linien gemessen.

Tennisnetz: Eigenschaften und Maße

Das wesentliche Merkmal eines Tennisnetzes ist vor allem seine Höhe. An den beiden Netzpfosten wird das Netz in einer Höhe von 1,07 m befestigt. In der Mitte hat es eine Höhe von 91,4 cm aufzuweisen und wird mit einem Netzhalter straff gehalten. Die Pfosten liegen jeweils 91,4 cm außerhalb des Einzelspielfeldes. Das Netz muss so gespannt sein, dass es den Raum zwischen den Netzpfosten vollständig ausfüllt. Die Maschenweite muss gewährleisten, dass kein Ball hindurch kann. Es ist an einem Seil oder Metallkabel aufgehängt, welchen mithilfe einer Netzeinfassung eingefasst ist. Netzhalter und Netzeinfassung müssen weiß sein. Der Durchmesser des Seils oder Metallkabels darf höchstens 0,8 cm betragen. Die Breite des Netzhalters beträgt maximal 5 cm, die der Netzeinfassung maximal 6,35 cm. Bei einem Doppelspiel müssen die Netzpfosten auf beiden Seiten jeweils 91,4 cm außerhalb des Spielfelds liegen. Will man auf einem Doppelnetz ein Einzel spielen, dann müssen Einzelstützen auf Höhe der eigentlichen Einzelnetzpfosten angebracht werden, welche eine Höhe von den regulären 1,07 m aufzuweisen haben. Netzpfosten dürfen nicht mehr als 15 cm im Quadrat bzw. im Durchmesser sein. Netzpfosten und Einzelstützen dürfen nicht mehr als 2,5 cm über die Netzoberkante ragen.

Tennisbälle

Die ITF entscheidet darüber, ob ein Tennisball oder ein sogenannter Prototyp den Anforderungen entspricht. Jede Partei mit begründetem Interesse, einschließlich eines Spielers, Ausrüsters oder Nationalen Verbandes, kann initiativ einen Antrag zur Genehmigung erstellen. Folgende Eigenschaften haben Tennisbälle nach ITF aufzuweisen:

Balltyp 1
(schnell)
Balltyp 2
(mittel)
Balltyp 3
(langsam)
Höhe über NN3
Gewicht
(Masse)
56 –
59,4 g
56 –
59,4 g
56 –
59,4 g
56 –
59,4 g
Größe 6,541 –
6,858 cm
6,541 –
6,858 cm
6,985 –
7,303 cm
6,541 –
6,858 cm
Sprunghöhe 135 –
147 cm
135 –
147 cm
135 –
147 cm
122 –
135 cm
Verformung 0,495 –
0,597
0,559 –
0,737
0,559 –
0,737
0,559 –
0,737
Rückverformung 0,673 –
0,914
0,800 –
1.080
0,800 –
1.080
0,800 –
1.080
Farbe weiß oder
gelb
weiß oder
gelb
weiß oder
gelb
weiß oder
gelb

Sämtliche oben genannten Balltypen müssen folgend Voraussetzungen für Haltbarkeit laut folgenden Eigenschaften erfüllen:

Masse
(Gewicht)
SprunghöheVerformungRückverformung
Maximale
Abweichung
0,4 g4 cm0,08 cm0,10 cm

Für den Wettkampfsport bei U 10 (10 Jahre und jünger) Tennisspielen können nur folgende Balltypen verwendet werden.

Kategorie 3 (Rot)
Schaumstoff
Kategorie 3 (Rot)
Standard
Kategorie 2 (Orange)
Standard
Kategorie 2 (Grün)
Standard
Gewicht
(Masse)
25,0 –
43,0 g
36,0 –
46,9 g
36,0 –
46,9 g
47,0 –
51,5 g
Größe 8,0 –
9,0 cm
7,0 –
8,0 cm
6,0 –
6,86 cm
6,3 –
6,86 cm
Sprunghöhe 85 –
105 cm
90 –
105 cm
105 –
120 cm
120 –
135 cm
Verformung 1,40 –
1,65 cm
0,80 –
1,05 cm
Farbejederot und gelb oder gelb mit roten Punktenorange und gelb oder gelb mit roten Punktengelb mit einem grünen Punkt

Alle durchgeführten Tests betreffend den Eigenschaften Sprunghöhe, Masse, Größe und Verformung sollen entsprechend den Vorschriften der aktuellen Ausgabe der ITF Approved Tennis Balls & Classified Court Surfaces durchgeführt werden. Übrigens muss ein Punkt nur wiederholt werden, wenn der Ball am Ende des Punktes geplatzt ist. Ist der Ball lediglich weich, wird der Punkt nicht wiederholt.

Tennisschläger

Auch Tennisschläger müssen einige Voraussetzungen erfüllen, wenn sie für ein Spiel nach den ITF-Regeln zugelassen sein sollen. Ein Tennisschläger besteht demnach aus Rahmen, Griff, Saiten und Schlägerkopf. Die Schlagfläche ist flach und besteht aus einem Muster sich kreuzender Saiten, die abwechselnd unter- und übereinander geführt werden. Das Besaitungsmuster ist gleichmäßig. Insbesondere in der Mitte darf es nicht weniger dicht sein, als in einem anderen Bereich. Der Schläger muss so konstruiert sein, dass die Spieleigenschaften auf beiden Schlagflächen identisch sind. Die Gesamtlänge eines Schlägers, also einschließlich Griff, darf ein Länge von 73,7 cm und eine Breite von 39,4 cm nicht überschreiten.

Zählweise und Punktesystem

Ziel beim Tennis ist es logischerweise das Tennisspiel zu gewinnen. Dabei unterteilt sich das sogenannte Match in Sätze. Je nach Turnier- oder Spielmodus wird auf zwei oder drei Gewinnsätze gespielt. Das heißt, der erste Spieler der die geforderten zwei bzw. drei Gewinnsätze erreicht hat, gewinnt das Match. Bei drei Gewinnsätze hat ein Tennisspiel also maximal fünf Sätze. Einen Satz gewinnt derjenige Spieler, der zuerst 6 Spiele gewonnen hat. Das Angaberecht heißt beim Tennis Aufschlag. Der Aufschläger ist derjenige Spieler, der den Ball ins Spiel bringt. Die beiden Tennisspieler wechseln sich beim Aufschlag immer gegenseitig ab. Dabei muss der Tennisball von außerhalb des Spielfeldes, genauer gesagt von jenseits der Grundlinie ins Aufschlagfeld des Gegners gebracht werden. Dabei ist der Aufschlag stets diagonal zu schlagen. Der Aufschläger steht hinter der Grundlinie in dem Bereich zwischen dem Mittelzeichen und der äußeren Spielfeldbegrenzung und schlägt den Ball diagonal ins Aufschlagfeld des Gegenspielers. Der Rückschlager ist derjenige Tennisspieler, der den Aufschlag zu retournieren, also zurückzuspielen hat. Dabei darf dieser Spieler jede Position innerhalb und außerhalb des Spielfeldes einnehmen. Bei jedem ungeraden Spiel (z.B. beim Stand von 1:0, 2:1 oder 5:2) müssen die Spieler die Seiten des Spielfeldes wechseln. Um ein „Spiel“ zu gewinnen, benötigt es in der Regel 4 Punkte. Für den Laien sieht die Zählweise innerhalb der „Spiele“ zunächst seltsam aus. 6 Hat keiner der Spieler einen Punkt, hat man auch den Spielstand „Null“. Wider Erwarten gibt der erste Punkt für einen Spieler nicht „1“, sondern „15“, der zweite Punkt „30“, der dritte Punkt „40“ und der vierte Punkt bringt dem Spieler ein „Spiel“. Haben allerdings beide Spieler drei Punkte (also „40“), dann lautet der Punktestand „Einstand“. Bei Einstand benötigt ein Spieler einen Zweipunkte Abstand, um das „Spiel“ zu machen. Nach dem ersten Punkt bei „Einstand“ hat der Spieler, der den Punkt gemacht den Punktstand „Vorteil“.

Kein Punkt1. Punkt2. Punkt3. Punkt4. Punkt5. Punkt
0153040„Spiel“ bzw.
Vorteil*
„Spiel“

* Nur beim Stand von 40:40, also Einstand, wird ein Zweipunkteabstand benötigt um das „Spiel“ zu erreichen.

Auch beim Satz benötigt es einen Abstand von zwei Spielen. Das heißt ein Spieler gewinnt noch nicht den Satz, wenn er in Spielen 6:5 vorne liegt. Das nächste Spiel entscheidet dann, über Tie-Break oder Satzgewinn. Sprich entweder gewinnt ein Spieler den Satz mit 7:5 Spielen oder es kommt beim Stande von 6:6 zum sogenannten Tie-Break. Beim Tie-Break-Spiel werden die Punkte handelsüblich gezählt, das heißt der erste Punkt, liefert dem Tennisspieler auch einen Punktestand von „1“, der zweite Punkte einen von „2“ usw. Derjenige Spieler, der zuerst 6 Punkte erreicht, gewinnt das Tie-Break. Auch hier gilt die bereits bekannte Voraussetzung von einem Zwei Punkte Abstand. Ein Tie-Break kann also nicht 6:5 oder 7:6 ausgehen, sondern mindestens 6:4 oder 7:5. Zum Aufschlagrecht gibt es beim Tie-Break eine Sonderregel. Derjenige Spieler, der nach aktuellem Spielstand (6:6 nach Spielen) an der Reihe wäre mit Aufschlag, hat zunächst für den ersten Punkt Aufschlagrecht. Im Anschluss hat jeder Spieler immer zwei Mal Aufschlagrecht.

Spezielle Regeln

Wie bei jeder Sportart gibt es auch beim Tennis einige spezielle Regeln oder Fragen, die immer wieder aufkommen und zu beachten sind. Eine der wichtigsten Fragen ist die, was passiert, wenn der Ball die Außenlinie streift oder berührt? Nach den ITF Regeln ist ein Ball, der die Linie berührt kein Fehler, sondern wird behandelt, also ob er innerhalb der Spielfeldes aufgekommen ist. Was passiert, wenn ein Ball die ständige Einrichtung berührt (z.B. Zaun)? Wenn der Tennisball die ständige Einrichtung berührt, nachdem er vorschriftsmäßig das richtige Spielfeld berührt hat, dann macht derjenige Tennisspieler einen Punkt, der den Ball vorher gespielt hat. Berührt der Tennisball die ständige Einrichtung, bevor das Spielfeld berührt hat, ist das für denselben Spieler ein Fehler. Ein besonderes Augenmerk wird beim Tennis auf den Aufschlag gelegt. Hier gibt es auch einige Punkte zu beachten. Unmittelbar vor Beginn der Aufschlagbewegung müssen beide Füße des Aufschlagspielers in Ruhestellung hinter der Grundlinie stehen, und das deutlich auf einer Seite (also seitlich des Mittelzeichens). Der Ball muss mit der Hand in die Luft geworfen werden und mit dem Tennisschläger aus der Luft über das Netz in das in das gegnerische Aufschlagfeld geschlagen werden. Schafft es der Spieler nicht, den Ball über das Netz und in das Aufschlagfeld zu befördern, so gilt der Aufschlag als Fehler. Für diesen Fall gibt es den zweiten Aufschlag. Wird dieser regulär ins Feld gebracht, wird der Punkt normal ausgespielt. Wird auch der zweite Aufschlag als Fehler gewertet, geht der Punkt an den Rückschläger. Der Aufschläger darf übrigens erst aufschlagen, wenn der Rückschläger spielbereit ist. Der Rückschläger darf sich im Gegenzug auch nicht alle Zeit der Welt lassen, sondern hat sich in angemessenem Tempo wieder aufzustellen. Wird aufgeschlagen, obwohl ein Spieler nicht spielbereit ist, wird der Aufschlag wiederholt. Auch wenn ein Tennisball beim Aufschlag das Netz, den Netzhalter oder die Netzeinfassung berührt und dennoch das reguläre Aufschlagfeld des Gegners im Anschluss berührt, wird wiederholt. Berührt der Aufschläger beim Aufschlag die Grundlinie oder das Spielfeld, gilt dies als Fußfehler und wird als Fehler gegen den Aufschläger gewertet.

Tennis-Doppel

Tennis wird immer wieder als der klassische Individualsport gesehen. Durch den Doppel-Modus bekommt der Sport jedoch den Teamsportgedanke. Beim Tennis-Doppel spielen jeweils zwei Spieler auf einer Feldseite. Dadurch vergrößert sich das Spielfeld um jeweils 1,37 m Breite, wie bereits unter a.) angeführt. Auch beim Doppel wechselt sich jedes Team mit den Aufschlägen ab. Auch jedes Doppelpaar muss abwechselnd aufschlagen, sodass bei jedem vierten Aufschlagspiel derselbe Spieler an der Reihe ist. Übrigens darf man in offiziellen Tennis-Matches nicht alleine in einem Doppel antreten. Das Team, welches das erste Aufschlagrecht hat, darf sich den Aufschläger innerhalb des Teams aussuchen. Genauso wie das gegnerische Team sich den Aufschläger beim zweiten (also ihrem ersten) Aufschlagspiel aussuchen darf. Innerhalb eines Spiels muss dasjenige Team, welches nicht im Aufschlagrecht ist, sich immer als Rückschläger abwechseln und muss dies bis zum Ende des „Spiels“ aufrechterhalten.