So spielt man Dodgeball

Kübler Sport Redaktion |

Lesedauer: 3 Minuten

Dodgeball ist ein schnelles Mannschaftsspiel, das viele aus der Schule als Völkerball kennen. Die heutige Form ist jedoch deutlich strukturierter, klarer geregelt und wird weltweit als moderner Wettkampfsport gespielt. Im Mittelpunkt stehen Reaktion, Bewegung und Teamarbeit.

Dodgeball im Verein
Monkey Business – stock.adobe.com

Was ist Dodgeball?

Dodgeball ist ein Teamsport, bei dem zwei Teams versuchen, sich gegenseitig mit Bällen abzuwerfen. Der Name kommt aus dem Englischen: „to dodge“ bedeutet ausweichen – genau das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Spiel.

Die moderne Form hat sich aus dem klassischen Völkerball entwickelt, das vor allem im Schulsport verbreitet war. Völkerball gilt als einfachere, ältere Variante, während Dodgeball durch feste Regeln, ein schnelleres Tempo und klarere Abläufe geprägt ist.

Wie spielt man Dodgeball?

Spielfeld

Dodgeball wird auf einem rechteckigen Spielfeld, das aus zwei gleich großen Hälften besteht gespielt. Jede Hälfte ist 9 x 9 Meter groß. In der Mitte befindet sich eine 2 Meter breite neutrale Zone, die die beiden Seiten trennt. Zusätzlich gibt es eine 1 Meter breite Sicherheitszone außerhalb des Spielfelds. Angriffslinien liegen jeweils 3 Meter von der Mitte entfernt. Die neutrale Zone darf betreten, aber nicht vollständig überquert werden. Das sorgt dafür, dass sich die Teams nicht direkt in der Mitte begegnen und das Spiel kontrolliert abläuft.

Spieler

Jedes Team besteht aus sechs Spielern. Zusätzlich gibt es pro Team einen oder auch zwei Außenfänger. Dieser Spieler befindet sich außerhalb der eigenen Spielfeldhälfte und hat die Aufgabe, Bälle zurück ins Spiel zu bringen, die über die Seitenlinien hinausgehen.

Spielverlauf

Zu Beginn liegen sechs Bälle auf der Mittellinie. Nach dem Startsignal sprinten beide Teams von ihrer Grundlinie zur Mitte, um sich die Bälle zu sichern. Diesen schnellen Start nennt man „Rush“. Bevor ein Spieler angreifen darf, muss er sich mit dem Ball vollständig hinter seine Angriffslinie zurückbewegen. Erst dann darf er aktiv auf die gegnerische Seite werfen.

Ein Spieler scheidet aus dem Spiel aus, wenn

  • er direkt von einem Ball getroffen wird, der vorher nicht den Boden berührt hat,
  • sein eigener Wurf vom Gegner aus der Luft gefangen wird,
  • er das Spielfeld verlässt.

Wird ein Ball gefangen, scheidet nicht der Fänger aus, sondern der Werfer. Zusätzlich darf ein bereits ausgeschiedener Mitspieler wieder ins Spiel zurückkehren. Dadurch bleibt das Spiel jederzeit dynamisch.

Ein Spiel dauert sechs Minuten. Gewonnen hat das Team, das am Ende mehr Spieler im Feld hat. Wird ein Team vorher vollständig ausgeschaltet, endet das Spiel sofort.

Tipps für Dodgeball-Anfänger
• In Bewegung bleiben, um schwerer getroffen zu werden
• Nach dem Start schnell Bälle sichern, aber kontrolliert spielen
• Den richtigen Moment zum Werfen abwarten
• Gemeinsam als Team angreifen statt einzeln handeln
• Fangen kann den gesamten Spielverlauf drehen

Was ist der Unterschied zwischen Dodgeball und Völkerball?

Völkerball ist die ältere und einfachere Variante, die vor allem im Schulsport gespielt wird. Dodgeball ist die moderne Weiterentwicklung mit klaren Regeln und höherem Tempo.

Ein wichtiger Unterschied liegt im Ablauf: Dodgeball wird mit sechs Bällen gespielt und beginnt mit einem schnellen Sprint zur Mittellinie. Außerdem gibt es feste Regeln für das Werfen hinter der Angriffslinie und für die neutrale Zone in der Mitte.

Auch die Spielmechanik ist dynamischer: Durch das Fangen von Bällen können Spieler wieder ins Spiel zurückkehren, wodurch sich das Kräfteverhältnis ständig ändern kann. Insgesamt ist Dodgeball dadurch schneller, taktischer und intensiver als klassisches Völkerball.

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