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    Möglichkeiten in der Triggerpunkt-Therapie

    Myofasziale Triggerpunkte behandeln

    Kübler Sport Redaktion -

    Triggerpunkte, medizinisch Myogelosen, sind schmerzhafte verhärtete Stellen in den Muskeln und in den dazugehörigen Muskelfaszien. Der punktuelle Druck auf einen Triggerpunkt (“triggern” = “auslösen”) ist äußerst schmerzhaft und die Schmerzen strahlen oftmals in andere Körperareale aus. Dieser “referred pain” kann sehr einschränkend im Alltag sein. So kann ein Triggerpunkt am Nacken etwa Kopfschmerzen auslösen oder ziehende kribbelnde Schmerzen bis in die Hand verursachen. Ziel der myofaszialen (“die Muskeln und die Faszien betreffenden”) Triggerpunkt-Therapie ist die Beseitigung dieser Schmerzen sowie den Einschränkungen im Bewegungsapparat, die daraus resultieren.

    Wie genau entstehen Triggerpunkte?
    Myofasziale Triggerpunkte entstehen dann, wenn Muskeln dauerhaft überlastet oder fehlbelastet werden. Als Konsequenz ziehen sich die Muskelfasern übermäßig stark zusammen, sie verkrampfen und verkürzen sich, was eine Einengung bzw. Abklemmung der kleinsten Blutgefäße nach sich zieht. Eine gedrosselte Durchblutung bedeutet weniger Sauerstoff und Nährstoffe, wodurch sich Stoffwechselprodukte und Entzündungsstoffe ansammeln, was schlussendlich für den Schmerz verantwortlich ist.

    Die Triggerpunkt-Behandlung zielt also darauf ab, eine Schmerzlinderung durch die Förderung der Durchblutung und eine Entspannung der Muskulatur zu erzielen. Dazu stehen dem erfahrenen Physiotherapeuten verschiedene Ansätze zur Verfügung. Einige der Methoden bzw. Hilfsmittel können können auch im Heimgebrauch angewandt werden, jedoch unbedingt nur mit dem eindeutigen Befund und bestenfalls unter medizinischem Anraten.

    Selbstanwendung Triggerpunkt Geräte
    Triggerpunkt-Behandlung zu Hause mit dem Blackroll® TMX®

    Ansätze in der Triggerpunkt-Behandlung

    Mit Druck für Erleichterung sorgen

    Die Art der manuellen Therapie, bei der Druck auf die schmerzhafte Stelle ausgeübt wird, nennt sich Ischämische Kompression. Die knubblige Verhärtung wird durch Ertasten lokalisiert und anschließend einem konstanten Druck, idealerweise für 30 bis 60 Sekunden, ausgesetzt.

    Dieser kann mit den Fingern, Händen, dem Ellbogen oder speziellen Triggerpunkt-Geräten erfolgen. Solche Massagestäbchen, -kreuze und Co. entlasten die Hände des Therapeuten, da ein geringerer Kraftaufwand aus den Fingern heraus geleistet werden muss. In der Selbstanwendung sind Faszienbälle zur Behandlung der Schmerzpunkte beliebt.

    Richelli’s® Massagebirdy

    Der Prozess ist insbesondere zu Beginn schmerzhaft, jedoch wird in der Regel eine Erleichterung in Form eines Wohlschmerzes wahrgenommen. Dieser entsteht aufgrund der Spannungsreduktion der Muskulatur, denn das Gewebe wird mechanisch aufgedehnt, was die Durchblutung lokal vermehrt. Allerdings besitzt jeder Mensch ein unterschiedliches Druck- und Schmerzempfinden, weshalb hierauf individuell eingegangen werden sollte. Physiotherapeuten wenden zusätzlich zur Behandlung mit Druck auch Techniken zur Querfriktion und Dehnung an.

    Mit Unterdruck den Schmerz “wegsaugen”

    Gegensätzlich zur Behandlung mit Druck wird beim Ansatz mit Unterdruck eine punktuelle Durchblutungsförderung durch Aufspannung des Gewebes erzielt.

    Das Vakuum kann mithilfe von Schröpfgläsern erzielt werden, die mit Pumpe oder Saugball bedient werden. Traditionelle Methoden wie das Feuerschröpfen oder gar Blutschröpfen wie sie aus der Traditionellen Chinesischen Medizin stammen, werden nur selten hierzulande angewandt.

    Eine sanfte Schröpf-Methode ist das Cupping. Hier werden glockenförmige Schröpfsauger aus Silikon auf die Haut aufgesetzt. Der elastische Faszien-Cup wird mit den Fingern zusammengedrückt und auf der betroffenen Stelle platziert. Sobald der Fingerdruck gelöst wird, saugt sich der Cup fest. Die Schröpf-Cups, beispielsweise von BellaBambi®, gibt es in unterschiedlichen Größen und Intensitätsstufen.

    Schröpfen
    Cupping

    Hochfrequente Impulse mit Stoßwellen- und Vibrationsgeräten

    Bei der Stoßwellen-Therapie werden mit speziellen Geräten auf Knopfdruck Luftdruck-Stöße abgegeben, die sich in kreisförmigen Wellen im Gewebe ausbreiten. Das Energielevel der Druckwellen lässt sich dabei einstellen. Durch die hochfrequenten Impulse wird das verspannte Gewebe des Triggerpunkts gelockert, wieder besser durchblutet und Schlackstoffe können damit abgebaut werden.

    Radiale Stoßwellentherapie bei myofaszialen Schmerzsyndromen mit CHATTANOOGA® Intelect® RPW LITE

    Vibrationsmassagegeräte sorgen für eine ähnliche Wirkung, die die bis tief in das Fasziengewebe wirkt. Beliebt sind Massagepistolen mit verschiedenen Aufsätzen, die über 3.000 Stöße pro Minute abgeben können. Da Massagepistolen jedoch noch relativ neu auf dem Markt sind, gibt es kaum wissenschaftliche Studien zur Wirkung, insbesondere in Bezug auf myofasziale Triggerpunkte.

    Flow® MINI Massagepistole

    Wärmeanwendungen für eine großflächige Muskelentspannung

    Die Wärmetherapie wird gerne vorbeugend und ergänzend zur Behandlung myofaszialer Triggerpunkte angewandt. Hierfür kommen etwa Fango-, Moor-, Heu-, Paraffin-Packungen oder Infrarotstrahler in Frage.

    Weitere Ansätze aus der Traditionellen Chinesischen Medizin

    Kinesiologie

    Kinesiotaping wird ebenfalls gerne unterstützend angewandt. Das (Gitter-)Tape wird nach der manuellen Behandlung auf dem Triggerpunkt angeklebt:

    Akupressur

    Als eine Methode von vielen in der Akupressur können Akupressurmatten zur Schmerzlinderung von Triggerpunkten helfen. Die stacheligen Matten sind insbesondere für die Heimanwendung interessant. Hunderte kleine Stacheln drücken sich bei der Anwendung an die Haut und sorgen so für eine stärkere Durchblutung großflächiger Bereiche, vornehmlich dem Rücken. Was anfangs recht schmerzhaft ist, verwandelt sich schnell in eine wohlige Wärme, die aufgrund der gesteigerten Durchblutung entsteht.

    Akupressurmatte
    Gut zu wissen
    Nach der Triggerpunkt-Behandlung ist es wichtig an den Ursachen zu arbeiten, damit die Verhärtungen nicht direkt wieder zurückkehren. Maßgeblich hierfür ist die langfristige Kräftigung der Muskulatur zur Verbesserung der Haltung und Leistungsfähigkeit, regelmäßiges Stretching sowie die Aneignung einer gesunden Körperhaltung, bspw. am Arbeitsplatz.

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