Sport im Wasser ist schon lange nicht mehr nur was für Senioren. Auch junge und sportlich versierte Leute treiben zum Training ihrer Fitness vermehrt Sport im Wasser. Dabei ist Aquafitness der Überbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Sportarten im Wasser. Dazu gehören neben den Klassikern Wassergymnastik und Aquajogging auch Trendsports wie Aquazumba, Aquajumping, Aquaspinning oder Aquaboxing. Was zeichnet eigentlich die einzelnen Möglichkeiten für Sport im Wasser aus?

Was sind die Vorteile von Sport im Wasser?

Allen Wassersportarten ist gemeinsam, dass sie sich die Eigenschaften von Auftrieb, Wasserdruck, Wasserwiderstand und der Wärmeleitfähigkeit des Wassers zunutze machen, um ein hocheffektives und gelenkschonendes Sportprogramm zu gestalten. Dabei werden nebenbei auch Koordination und Beweglichkeit angesprochen.

Die Vorteile von Training im Wasser sind somit nicht nur für den Rehabereich zur Therapie nach Verletzungen und für gesundheitsorientierte Sportler attraktiv, sondern sprechen auch fitness- und leistungsorientierte Sportler an.

Was sollte ich als Schwimmverein, Fitnessstudio oder Schwimmbad anbieten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Natürlich gibt es einige Klassiker wie Wassergymnastik oder Aquarobic, allerdings steigt die Vielfalt an Formaten kontinuierlich an und kein Fitnessstudio, Schwimmbad oder Schwimmverein kann alles anbieten oder abdecken. Zudem hat jedes Format und jede Sportart im Bereich Sport im Wasser eine andere Zielgruppe, weshalb dieser Aspekt, neben Materialkosten und ausgebildeten Trainern, bei der Entscheidung für ein Kursprogramm auf jeden Fall berücksichtigt werden muss.

Für Fitnessstudios oder Gesundheitszentren ohne eigenes Becken lohnen sich Partnerschaften mit den lokalen Bäderbetrieben oder auch Schwimmvereinen. Durch die Zusammenarbeit können alle Parteien voneinander profitieren: Fitnessstudios können ihr Kursprogramm erweitern, Bäderbetriebe profitieren von kompetenten Kursleitern und Schwimmvereine von beidem.

Um euch die Entscheidungsfindung zu erleichtern hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Aquafitness-Formate:

Wassergymnastik / Aquarobic / Aqua Power

Was? Wassergymnastik ist die Mutter der Aquafitness.Im maximal brusttiefen Wasser werden innerhalb einer Choreografie verschiedenste Übungen, vergleichbar zu Aerobic-Übungen durchgeführt. Meistbenutztes Accessoire ist hier die Poolnudel, aber auch Handschuhe mit Schwimmhäuten oder Schwimmbretter kommen hier oft zum Einsatz. Intensivere Varianten des Trainings werden oft auch Aqua Power oder Aquarobic genannt.
Material?
Poolnudeln, Aqua Gloves, Beinschwimmer, Aqua Discs, Aqua Flex oder Schwimmbretter

Aquacycling / Aquaspinning

Aqua Spinning

Was? Wie beim Spinningkurs an Land wird auf einem für den Einsatz Wasser angepassten Ergometer oder Fahrrad im Wasser gestrampelt. Das Wasser sollte dabei so tief sein, dass die Teilnehmer mindestens bis zur Hüfte unter Wasser sind (ca. 1,25 m -1, 65 m).
Material?
Aqua Bike

Aqua Step

Aqua Step

Was? Für Aqua Step werden wassertaugliche Aerobic Steps zu Wasser gelassen, um dann die aus dem regulären Step Aerobic bekannten Übungen im hüft- bis brusttiefen Wasser durchzuführen.
Material?
Aqua Step

Aqua Zumba / Aqua Dance

Aquazumba

Was? Bei Aqua Zumba oder anderen Aqua Dance Angeboten wird das Tanzkonzept von Zumba Fitness und Co. im Wasser umgesetzt. Allerdings werden die Tanzschritte langsamer durchgeführt als an Land und zusätzlich mit klassischen Elementen der Wassergymnastik erweitert.
Material?

Aqua Boxing

Aqua Boxing

Was? Bei dieser Sportart werden Kick- und Schlagbewegungen aus verschiedenen Kampfsportarten im Wasser durchgeführt. Nach einer vorgegebenen Choreographie kombiniert man hier im stehtiefen Wasser unterschiedliche Bewegungsabläufe für Arme und Beine.
Material?
Aqua-Kickbox-Handschuhe

Aquajogging

Aquajogging

Was? Aquajogging ist nur im tiefen Wasser möglich. Dabei führt man die für das joggen typische Laufbewegung durch, allerdings mit stärkerem Kniehub und mehr als Strampeln. Für den nötigen Auftrieb um nicht unterzugehen sorgt ein Gürtel um die Hüfte.
Material?
Aquajogging Gürtel

Aquafit

Aquafit Matte

Was? Beim Aquafit findet das Training auf einer auf der Wasseroberfläche schwimmenden Matte statt. Hier können nun verschiedenste Trainingsformen auf einem instabilen Untergrund durchgeführt werden: Pilates, Yoga und Co bekommen so eine neue Dimension.
Material? Aquafit Matte

Aqua Jumping

Aquajumping

Was? Analog zum „normalen“ Jumping Fitness finden die Übungen auf einem Trampolin statt, das auf dem Boden des Beckens steht. Die Übungen bestehen hauptsächlich aus Sprüngen, Hüpfern und Schrittfolgen. Kopf und Schulterpartie bleiben dabei über Wasser.
Material?
Aqua Trampolin

Aqua Crosstraining

Aquafitness und Aerobic

Was? Aqua Crosstraining ist die Übersetzung von herkömmlichem Crosstraining ins Wasser. Aus einem Repertoire von verschiedenen Übungen aus Gewichtheben, Leichtathletik und Turnen werden die Bereiche Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Balance angesprochen.
Material?
Medizinbälle, Poolnudeln, Tubes, Bälle, Hanteln uvm.

Aqua Relaxing / Aqua Balancing

Was? Unter diesem Titel werden Entspannungsübungen und Übungen der sanften Körperarbeit im Wasser zusammengefasst. Beim Aqua Relaxing ziehen sich die Teilnehmer beispielsweise im Wechsel auf eine Schaumstoffrolle und entlasten den Bewegungsapparat durch Schaukelbewegungen, Dehnungen und Massagen.
Material?
Schaumstoffrolle